5 Regeln, die unsere Wirtschaft den Menschen zurückgeben
Eine Wirtschaft, die allen Menschen dient.
Eine Wirtschaft, die dauerhaften Wohlstand für alle schafft.
Genau dafür steht PROUT, die Fortschrittliche Nutzungstheorie.
Ihr Begründer Shrii P. R. Sarkar hat fünf Grundsätze für eine dezentrale Wirtschaft entwickelt.
1. Örtliche Kontrolle durch Einheimische
Alle Rohstoffe einer Region müssen in der Hand der Menschen bleiben, die dort leben.
„Der erste Grundsatz der dezentralisierten Wirtschaft besteht darin, dass alle Rohstoffe in einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einheit von der örtlichen Bevölkerung verwaltet werden müssen.“
Das verhindert, dass Großunternehmen oder Milliardäre riesige Flächen aufkaufen und die Entwicklung vor Ort verhindern.
Die Einheimischen nutzen die Rohstoffe vor allem dafür, sich selbst zu versorgen und den Lebensstandard in der Region zu heben.
Niemand von außen soll die örtliche Wirtschaft stören. Sonst fließt der Wohlstand einfach ab, wie Wasser aus einem löchrigen Eimer.
2. Erzeugung für den Verbrauch
Es geht darum, was die Menschen vor Ort wirklich brauchen.
„Der zweite Grundsatz der dezentralisierten Wirtschaft besteht darin, dass die Erzeugung auf dem Verbrauch und nicht auf dem Gewinn beruhen sollte.“
Die Waren werden örtlich hergestellt und örtlich verkauft.
Das Geld bleibt in der Region und die Kaufkraft der Menschen steigt stetig.
Keine Überproduktion, keine Versorgungslücken und keine großen Krisen wie im heutigen globalen System.
3. Die wesentliche Rolle von Genossenschaften
Herstellung und Verkauf sollten durch Genossenschaften organisiert werden.
„Der dritte Grundsatz der dezentralisierten Wirtschaft besteht darin, dass Erzeugung und Vertrieb durch Genossenschaften verwaltet werden sollten.“
In unserer heutigen Wirtschaftsordnung haben es Genossenschaften schwer. Wenige große Unternehmen beherrschen die Märkte.
In einer dezentralen Wirtschaft dagegen blühen sie auf. Sie haben Zugang zu örtlichen Rohstoffen und sicheren Absatzmärkten.
Genossenschaften und dezentrale Wirtschaft gehören zusammen.
4. Einheimische Arbeitskräfte vor Ort
Die Menschen, die in einer Region leben, sollten auch in den Betrieben dort arbeiten.
„Der vierte Grundsatz der dezentralisierten Wirtschaft ist, dass die örtliche Bevölkerung in den örtlichen Wirtschaftsunternehmen beschäftigt werden muss.“
Nur so lässt sich Arbeitslosigkeit dauerhaft lösen.
Genossenschaften schaffen passende Stellen, nutzen das Wissen der Einheimischen und halten kluge Köpfe in der Region.
Niemand muss mehr in die Großstadt abwandern, um Arbeit zu finden.
5. Örtliche Waren für örtlichen Verbrauch
Was nicht in der Region hergestellt wird, sollte auch möglichst nicht auf dem örtlichen Markt angeboten werden.
„Der fünfte Grundsatz der dezentralen Wirtschaft besteht darin, dass Waren, die nicht vor Ort hergestellt werden, von den örtlichen Märkten entfernt werden sollten.“
Junge Genossenschaften brauchen am Anfang etwas Schutz, genau wie eine junge Pflanze einen Zaun braucht.
Auch wenn einheimische Güter zunächst teurer oder einfacher sind, sollten die Menschen sie bewusst kaufen. Das gibt den Betrieben Zeit, besser und günstiger zu werden.
Natürlich werden auch weiter bestimmte Güter importiert und exportiert, da nicht alle Rohstoffe in jeder Region vorhanden sind.
Es gilt aber der Grundsatz, örtlichen Rohstoffen Vorrang zu geben.
Langfristig entsteht so ein gesicherter Wohlstand für die Menschen und die Betriebe.
Diese fünf Grundsätze bieten einen handfesten Plan für eine Wirtschaft, die den Menschen dient.
Quelle:
Shrii P. R. Sarkar: Decentralized Economy – 1, in: Proutist Economics, AMP, Kalkutta 2020.
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