Agenten des kosmischen Gleichgewichts
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Winzige kosmische Agenten erschaffen unsere Erlebniswelt. Diese Agenten nennen wir Mikrovita, was etwa „winzige Lebewesen“ bedeutet.
Wir können diese mikroskopischen Agenten meist nicht direkt wahrnehmen. Stattdessen müssen wir uns auf die von den Mikrovita hinterlassenen Spuren konzentrieren und daraus auf ihre Existenz und ihr Wesen schließen.
Die vielleicht deutlichste Spur hinterlassen Mikrovita in Form unserer Neigungen und Gedanken. Beide stehen in ständiger Bewegung und gegenseitiger Wechselwirkung.
Mal denken wir dies, dann denken wir das und dann wieder etwas völlig anderes. Unser Geist scheint, in endloser Bewegung gefangen zu sein. Dasselbe gilt für unsere inneren Neigungen wie Hoffnung, Liebe oder Hass. Wir bewegen uns fortwährend zwischen solchen Neigungen hin und her.
Automatisch.
Wir entscheiden uns meist nicht bewusst für dieses oder jenes Gefühl oder diesen oder jenen Gedanken. Stattdessen erleben wir sie einfach als gegeben.
Doch wer steuert diese intimsten, inneren Vorgänge, wenn nicht wir?
Es sind jene kleinsten kosmischen Agenten, die wir Mikrovita nennen. Und wir sollten ihnen dankbar sein.
Wie sollten wir uns denn allein in der Welt zurechtfinden? Sie ist so groß und kompliziert! Wir müssen unsere Beziehungen regeln, unser Einkommen sichern, unsere Mahlzeiten planen und vieles mehr. All diese Herausforderungen meistern wir meist spielend, weil wir sie durchdenken, ohne unsere sehr begrenzte eigene Willenskraft aufzubringen.
Unsere kleinen kosmischen Freunde übernehmen die Kontrolle über unser Innenleben und machen uns so lebensfähig. Doch sie sind nicht unfehlbar.
Zwar sind sie gesandte Helfer unseres liebenden, kosmischen Vaters, doch sie sind auch eigenständig und damit nicht vollkommen.
Positive und negative Mikrovita im Zusammenspiel
Die Hauptaufgabe sogenannter negativer Mikrovita besteht beispielsweise darin, uns vor Gefahren aus unserer Umwelt zu schützen. Ein wütender Sturm kann sehr gefährlich sein. Mit dem Sturm sendet das Universum daher Agenten, die Unbehagen in uns auslösen. Wir wollen dann, dass das Unwohlsein aufhört, und bringen uns in Sicherheit.
Doch woher wissen wir in dieser Situation eigentlich, wo wir Schutz finden können?
Auch hier vertrauen wir, ohne es zu wissen, meist auf unsere kleinen kosmischen Freunde. Positive Mikrovita formen vor unserem inneren Auge beispielsweise das Bild unseres Zuhauses und beschwören mit dieser Vorstellung ein angenehmes Gefühl in uns herauf. Dieser Vorgang findet sehr schnell statt, und wir nehmen ihn als selbstverständlich wahr.
Ebenso selbstverständlich wollen wir verhindern, dass sich die unangenehme Realität eines möglichen körperlichen Schadens durch den Sturm verwirklicht. Daher verwirklichen wir selbst die angenehme Realität unseres sicheren Zuhauses, indem wir uns auf den Heimweg begeben.
Hier arbeiten positive und negative Mikrovita sinnvoll zusammen. Negative Mikrovita beziehen sich hauptsächlich auf unseren biologischen Körper und wollen uns äußere Gefahren signalisieren sowie uns zur Veränderung von Missständen motivieren. Positive Mikrovita sind vornehmlich in unserem Geist, unserem mentalen Körper, aktiv. Sie erschaffen geistige Vorstellungen von erstrebenswerten Realitäten, die wir verwirklichen wollen, um unsere äußeren Bedrohungen oder Probleme zu beseitigen.
Die Anzahl von positiven und negativen Mikrovita im Universum sollte daher immer im Gleichgewicht sein. Außerdem sollten negative Gefühle vorwiegend von realen, äußeren Bedrohungen für unsere körperliche Unversehrtheit ausgehen, und positive Neigungen sollten meist in Verbindung mit feinen Ideen stehen.
Das Gleichgewicht der Mikrovita bewahren
Oft fühlen wir uns jedoch schlecht, weil wir ohne echten äußeren Anlass negativ denken. Dann haben negative Mikrovita ihr eigentliches Einsatzgebiet verlassen und die Kontrolle über unseren mentalen Körper übernommen. Unser Geist, der eigentlich ein Werkzeug zur Lösung unserer Probleme ist, wird so zur Quelle von Problemen.
Wir müssen uns daher bemühen, dass Mikrovita nur in ihren jeweiligen Bereichen aktiv sind. Beispielsweise öffnet der Konsum negativer Nachrichten unseren Geist für negative Mikrovita. Um die einfallenden negativen Mikrovita einzudämmen, brauchen wir positive Mikrovita, also für uns umsetzbare Lösungen gegen die jeweiligen Missstände.
Einen Bericht über den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands zu sehen, ist also nur dann sinnvoll, wenn das Problem tatsächlich unsere Unversehrtheit bedroht und/oder wir daraus praktische Folgerungen ziehen und verwirklichen können. Zum Beispiel könnten wir die Negativität künstlerisch verarbeiten, politisch aktiv werden oder ein Unternehmen gründen. So kommen positive und negative Mikrovita – und damit das Universum – wieder ins Gleichgewicht.
Meditation beschwört ebenfalls positive Mikrovita herauf. Während wir uns mit geschlossenen Augen von unseren Sinnen entkoppeln, vereinigen sich verschiedene Gedanken und Erinnerungen in uns zu neuen, positiven Vorstellungen und Zielen.
Spirituelle Praxis ist daher der zugänglichste und effektivste Weg, einen regelmäßigen Fluss positiver Mikrovita an den für sie besten Einsatzort sicherzustellen.
Was auch immer geschehen mag, das Universum kann dann nicht mehr aus den Fugen geraten.
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