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ChatGPT Image 24. Feb. 2026, 17_44_36

Das Gas wird knapp – was tun?

Leben braucht Energie. Das gilt für unser persönliches Leben, wie auch unser gesellschaftliches Leben, insbesondere für unsere Wirtschaft.

Ein wesentlicher Rohstoff für Energie – das Erdgas – wird in Deutschland und anderen europäischen Ländern zunehmend knapp. Der Gasspeicherstand liegt hierzulande am Tag der Veröffentlichung bei 20,7% – deutlich unter dem Stand von 36,5 % im letzten Jahr.

Hierzu kommt: bei sinkendem Füllstand sinkt auch der Druck in den Speichern – und damit die mögliche tägliche Entnahmemenge.

Vielleicht kommen wir noch einigermaßen unbescholten durch den Winter. Sicher ist: Deutschland (und andere EU-Länder) fahren auf Sicht. Bei einem plötzlichen Kälteeinbruch oder einer größeren Störung der Importlieferungen kann sich die Lage auch ändern.

Konkret stehen dann zunächst Industrien vor der Gefahr eines Produktionsstopps – mit weitreichenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Wenn Gaskraftwerke für die Stromerzeugung wegfallen, steigt bei Spitzenlasten zudem die Gefahr von Blackouts.

Die Gasversorgung des Landes, die einen großen Teil der heimischen Industrie und Bevölkerung betrifft, ist an eine empfindliche Schwelle geraten.

 

Wo das Problem liegt – und wo die Lösungen

Die derzeitige Lage ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und Versäumnisse.

Etwa die Entscheidung, die gesetzlichen Füllstandsvorgaben der Speicher auf durchschnittlich 70 % abzusenken – und ansonsten dem freien Markt zu überlassen. Wer auf solche Weise wesentliche Versorgungsfragen Marktmechanismen überlässt, nimmt in Kauf, dass Gewinninteressen über Versorgungssicherheit gestellt werden.

Mit dem Terroranschlag auf die Nord-Stream Pipelines 2022 wurden drei der insgesamt vier Leitungen gesprengt. Ein Strang gilt als noch intakt – und könnte nach einer Überprüfung in Betrieb genommen werden. Was technisch möglich ist, ist allerdings politisch nicht gewollt.

Die Inbetriebnahme bestehender Infrastruktur wie die Nord Stream 2 Pipelines (die immerhin mehrere Milliarden Euro gekostet haben) würde zu kurzfristiger Erleichterung führen. Auch die gezielte Förderung, Forschung und Entwicklung alternativer Technologien könnte dazu beitragen.

Letzteres würde auch langfristig eine heimische, selbstständige Energieproduktion stärken. Denn auch wenn dieser Winter vielleicht bald vorbei ist – der nächste kommt bestimmt. Und wenn sich nichts ändert, wird unsere Ausgangslage dann noch schlechter aussehen.

 

Aus Gülle wird Gas – die Möglichkeiten von Biogas

Eine von solchen alternativen Technologien ist die Nutzung von Biogas. In Biogasanlagen werden Mist, Bioabfälle und Getreidearten wie Mais fermentiert.

Das entstehende Gas kann entweder direkt verbrannt werden und zur Stromerzeugung genutzt werden oder zu Biomethan veredelt und in das Gasnetz eingespeist werden. Der Abfall dieses Vorgangs eignet sich zudem hervorragend als Dünger.

Biogasanlagen eignen sich besonders für eine örtliche, dezentrale Energieversorgung. Betrieben von überwiegend Landwirten und landwirtschaftlichen Genossenschaften laufen schon jetzt etwa 9000 solcher Anlagen und sorgen für etwa 8% der Stromerzeugung – unabhängig von Wetter oder geopolitischen Entwicklungen. Sie bieten damit eine verlässliche und anpassbare Versorgung für Gas wie auch Strom.

In Kritik steht noch etwa der derzeitige hohe Maisbedarf für die Anlagen oder die hohen Kosten für den Betrieb, verglichen mit anderen Energiequellen.

Eine gezielte Weiterentwicklung dieser Technologie – mit klarer Ausrichtung auf das Gemeinwohl – könnte dieses Potenzial deutlich besser ausschöpfen. Und damit für eine verlässliche und saubere Energiegewinnung aus Abfall sorgen.

 

Die Absicht zählt

Politische Entscheidungen brauchen Sachverstand – und eine unverhandelbare Ausrichtung am Gemeinwohl.

Wenn wir die Möglichkeiten unserer heimischen Ressourcen und unseres technischen Wissens sinnvoll nutzen wollen, braucht es Führungspersönlichkeiten, die diese Eigenschaften verinnerlicht haben.

Menschen, die unabhängig von Profit- oder Parteiinteressen handeln. Die in all ihrem Tun dem größtmöglichen Wohlergehen gewidmet sind.

Manche suchen bereits nach Wegen, dieses Wohlergehen zu verwirklichen.

 

 


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