Der beste Weg, Angst zu überwinden
„Wie kann ich mich von der Angst befreien?“
Diese Frage beantwortet der spirituelle Meister Shrii Shrii Anandamurti hier:
„Dieser Angstinstinkt ist im Geist eines jeden Menschen verankert.
Wenn die Angst überwiegt, gilt ein Mensch als furchtsam. Das Gesetz der Angst lautet: Je mehr man sich ihr hingibt, desto stärker wird sie. Ebenso verhält es sich mit dem Schlaf: Je mehr man schläft, desto größer wird das Verlangen zu schlafen. …
Wenn man sich der Angst hingibt, verstärkt sich der Angstinstinkt.
Ein furchtsamer Mensch mag selbst am helllichten Tag einen Geist sehen. Ein mutiger Mensch hingegen wird selbst mitten in der Nacht auf einem Friedhof keinen Geist sehen. Woran liegt das?
Aufgrund eines Angstzustands entsteht eine Art innere geistige Vorstellung. Gewöhnlich befindet sich der Geist in einem von fünf Zuständen:
Kṣipta – nahezu verwirrt,
Mūrha – nahezu töricht,
Vikṣipta – zerstreut,
Ekāgra – nahezu gesammelt,
und Nirodha – auf einen Punkt ausgerichtet.
Entsprechend der inneren psychischen Vorstellung in einem dieser fünf Zustände können Geister entstehen. Selbst mitten in der Nacht kann man mit Hilfe von Auflösung eines inneren Trugbildes die Vorstellung von Geistern aufheben. Das ist das Gegenteil einer inneren geistigen Projektion (positive Halluzination).
Daher sollte man die Angst beherrschen. Wie kann man das tun? Der einzige Weg besteht darin, sich geistig auf das mächtigste Wesen auszurichten und bei ihm Zuflucht zu suchen – bei Parama Puruṣa (Höchstes Bewusstsein).
Yātovāco nivartante aprāpya manasā saha,
Ānandam brahmaṇo vidvān na bibheti kadācana.
Wer in Parama Puruṣa (dem höchsten Bewusstsein) Zuflucht nimmt, braucht sich vor nichts in dieser Welt zu fürchten.
Tatsächlich ist dies der einzige Weg, vollständig frei von Angst zu werden.
Wer von einem Angst beherrschten Zustand betroffen ist, zweifelt an der eigenen Fähigkeit, etwas zu tun. Doch wenn er nur ein wenig versucht, wird er leicht erreichen, was er erreichen möchte.
„Werde ich diese Aufgabe bewältigen können?“ mag man sich fragen. Doch wer weiß – vielleicht ist sie schon erfüllt, bevor man lange darüber nachdenkt.
Wenn jemand unter dem Einfluss von Angst einen Geist sieht und sich sofort an sein Iṣṭa-mantra (Meditationsmantra) erinnert, kann er einige Schritte vorangehen, den vermeintlichen Geist berühren und unmittelbar erkennen, dass es kein wirklicher Geist war – vielleicht nur ein Stuhl, der fälschlich als menschliche Gestalt wahrgenommen wurde.
So geschieht es. Schreite mutig voran, und du wirst sehen, wie Geister und Gespenster vor dir zurückweichen und dir gleichsam Namaskar (Grüße) darbringen. …
Es besteht ein großer Bedarf an Mut. Ergib dich niemals der Angst – weder im persönlichen noch im gemeinschaftlichen Leben.“
Quelle: Shrii Shrii Anandamurti Schlechte Gewohnheiten, die aufgegeben werden sollten.
Veröffentlicht in: Ānanda Vacanāmṛtam, Teil 8
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