Dieses Mantra schützt vor Manipulation
Anhören:
Wenn wir uns wohlfühlen und keine Bedrohung sehen, sind unsere geistigen Schutzschilde beinahe ausgeschaltet. Was wir lesen, hören oder sehen, glauben wir meistens unhinterfragt.
Viele von uns schauen oder lesen Nachrichten meistens in unserem wohlbekannten Zuhause, häufig abends gemütlich vor dem Fernseher oder im Internet, vielleicht mit etwas Warmem zu essen.
Wenn wir uns in Situationen dieser Art nicht aktiv und willentlich darum bemühen, die Einordnungen und Narrative aus den Medien kritisch zu hinterfragen, beeinflussen uns diese oft unterbewusst. Wir werden leicht zu Betroffenen von gezielter Manipulation.
Doch mit einem einzigen Wort können wir die Wirkung dieser Manipulationsversuche stark mindern oder sie sogar ganz umgehen.
Dieses einfache Wort lautet: Vielleicht.
Wann immer wir eine Aussage aus den Massenmedien hören, die über die reine Beschreibung von Tatsachen oder Ereignissen hinausgeht, also Meinungen, Deutungen oder Ähnliches, können wir am Ende des jeweiligen Beitrags das Wort „vielleicht“ zu uns selbst flüstern oder auch nur denken.
Probieren wir es aus.
Stellen wir uns einen Politiker vor, der im Fernsehen sagt: „Die heutigen Verhandlungen zum Ukraine-Hilfspaket haben zu einer Einigung darüber geführt, wie wir 90 Milliarden Euro bereitstellen können. Diese Einigung wird Menschenleben retten, zu einem schnelleren Kriegsende führen und ist sehr zugunsten unseres Landes ausgefallen.“
Achte darauf, welche Gefühle diese Worte auslösen, wenn du sie hörst. Lies den Abschnitt dazu gerne noch einmal.
Die im ersten Satz geschilderte Einigung ist eine überprüfbare Tatsache und ruft in den meisten Fällen keine starke innere Reaktion hervor. Der zweite Satz enthält ausschließlich Deutungen und Einordnungen, die noch dazu hoch emotional sein können. Wenn man nicht eh schon sehr skeptisch gegenüber der Situation oder dem bestimmten Politiker ist, werden diese Worte wahrscheinlich ein angenehmes, zustimmendes Gefühl hinterlassen.
Nun derselbe Abschnitt noch ein letztes Mal, aber etwas abgewandelt. Die Aufgabe bleibt dieselbe: Beobachte, wie du dich fühlst, nachdem du den Abschnitt gelesen hast.
„Die heutigen Verhandlungen zum Ukraine-Hilfspaket haben zu einer Einigung darüber geführt, wie wir 90 Milliarden Euro bereitstellen können. Diese Einigung wird Menschenleben retten, zu einem schnelleren Kriegsende führen und ist sehr zugunsten unseres Landes ausgefallen.“ Vielleicht.
Wahrscheinlich lässt der modifizierte Abschnitt ein skeptischeres, im Vergleich eher unwohles Gefühl zurück.
Dieses unwohle Gefühl zu erreichen, ist genau unsere Absicht. Es zeigt uns, dass unser Gehirn und unser Nervensystem die Botschaft nicht einfach aufgenommen und verinnerlicht haben. Nein, unser System ist verschlossen und hat den Inhalt nicht assimiliert.
Das Wort „vielleicht“ wirkt unscheinbar. Richtig angewendet kann es jedoch eine kraftvolle Verteidigung gegen die häufigen Manipulationsversuche unserer modernen Gesellschaft sein.
Vielleicht.
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