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Die Kraft des Proaktiven Handelns.

Stell Dir vor, du bist vor ein Problem gestellt. Sei es in der Familie, im Beruf, oder eine gesundheitliche Beschwerde. Wie reagierst Du?

Vielleicht ärgerst du Dich und suchst nach einer Gelegenheit, deinen Frust irgendjemanden gegenüber auszudrücken. Oder aber du fragst dich: Was kann ich tun, um das Beste aus dieser Situation zu machen?


Die zweite Variante entspricht einer Haltung des proaktiven Handelns, d.h. dem Willen, Initiative zu ergreifen. Ich möchte in diesem Artikel zeigen, wie wir mit dieser Haltung Verantwortung für unser Leben übernehmen können, und zu aktiven Gestaltern unseres Innenlebens und unseres Umfeldes werden.


Der erste Schritt des proaktiven Handelns ist, die Bereiche zu identifizieren, in denen wir etwas bewirken können, und diejenigen Bereiche, wo wir das nicht können. Der Stoiker Epiktet formuliert es treffend:

Manche Dinge auf der Welt stehen in unserer Macht, während andere das nicht tun.“ – Epiktet

Wenn wir mit etwas unzufrieden sind oder ein Problem auftaucht, können wir zum Beispiel erwarten, dass andere etwas daran ändern. Das kann passieren oder auch nicht. Das heißt, wir machen uns abhängig von etwas, das nicht unserer Macht steht.

Wir könne aber auch fragen: Wie kann ich meine Initiative, meine Kreativität, meine Ressourcen nutzen, um meine Situation zu verbessern?

Ein anderer Aspekt hiervon ist die Unterscheidung zwischen Sein und Haben. Sehr verbreitet ist das Aufhalten in Wunschvorstellungen: „Wenn ich nur eine perfekte Partnerschaft hätte…“, „Wenn ich nur eine Gehaltserhöhung bekommen würde…“, „Wenn ich nur etwas mehr Zeit hätte…“, usw.

Auch hier fokussieren wir unsere Energie auf Dinge, die nicht in unserer Macht stehen.

Indem wir aber stattdessen fragen: „Welche Qualitäten kann ich entwickeln?“, „Wie kann ich noch sorgfältiger, kooperativer, geduldiger, etc. sein?“, lenken wir unsere Aufmerksamkeit in eine produktive Bahn. Damit ermächtigen wir uns selbst und werden letztendlich weniger abhängig von der Außenwelt.


Trotz allem sind wir manchmal mit herausfordernden Situationen konfrontiert, an der wir scheinbar keine Schuld tragen. Doch auch wenn wir nicht immer die äußere Situation verändern können, sind wir trotzdem 100% verantwortlich, wie wir damit umgehen. Statt aufgeregt zu reagieren, kann ich mich entscheiden, auf konstruktive Weise auf eine Situation zu antworten. Das ist die innere Bedeutung von „Ver-antwortung“ – im Englischen wird es an dem Wort „responsability“ noch deutlicher: die fundamentale Bedeutung hiervon ist „response-ability“, also die Fähigkeit, bewusst zu antworten. ahaben

Wir können das Wetter nicht ändern. Aber ein Mensch, der proaktiv denkt und handelt, trägt sein eigenes Wetter in sich.

Es ist umso wichtiger, sich an diese Verantwortung zu erinnern, da nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung jede unserer Handlungen eine gewisse Reaktion hervorruft. Wir können uns entscheiden, etwas zu tun.

Aber die Konsequenz unserer Handlung wird nicht von uns, sondern durch dieses Naturgesetz bestimmt. Ich kann mich vor einen fahrenden Zug stellen. Doch was dann mit mir passiert, geschieht gemäß den Gesetzen der Natur.

Wenn wir also auf ein Problem oder eine Niederlage negativ oder verstimmt reagieren, erzeugen wir nur neue negative Reaktionen und Situationen.

Wenn wir jede Situation voll annehmen können, werden wir frei.

Das gilt insbesondere für Fehler: wenn wir uns selbst täuschen oder auf Selbstgerechtigkeit beharren, verhindern wir unsere Entwicklung.

Wenn wir Fehler eingestehen und versuchen, aus ihnen zu lernen, machen wir Niederlagen zu den wichtigsten Meilensteinen unseres Erfolges.

 

T.J. Watson, der Gründer von IBM, hat einmal gesagt:
„Erfolg ist am anderen Ende einer Niederlage.“

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir durch eine Änderung unserer Haltung von passiven Opfern äußerer Umstände zum aktiven Schöpfer unseres Lebens selbst das Ruder in die Hand nehmen.

Jede Entscheidung, die ich treffe, hat einen gewissen Einfluss auf mein weiteres Leben, egal ob die Entscheidung bewusst oder unbewusst getroffen wurde. Wir können diesen Prozess bewusst machen.

Wenn wir ehrlich sind: Wer schimpft, sich beschwert oder seinen Frust in die Welt bläst ist letztlich Teil des Problems. Wer Initiative ergreift und proaktiv handelt, ist Teil der Lösung.

Ich möchte Dich also einladen, diese Haltung in deinem Leben zu kultivieren und Schritt für Schritt immer proaktiver zu werden. Nimm den 30-Tage Test der Proaktivität und sei dir bewusst, wie du Dinge in deinem Innenleben und deinem Umfeld immer mehr aktiv lenken kannst.

Die Ideen dieses Artikels sind aus dem Buch The Seven Habits of Highly Effective People von Stephen Covey entnommen. Es handelt sich um die erste Gewohnheit, die Covey vorstellt. Ich möchte das Buch jeder Person sehr ans Herz legen.

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