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Hat Gerechtigkeit noch eine Chance?

Ja, Gerechtigkeit hat eine Chance – aber nur, wenn wir bereit sind, dafür Opfer zu bringen.

Hier bei uns bekommen wir es meist nicht direkt mit, aber die Welt ist wirklich knallhart. Menschen werden massenweise für viel weniger als ihre Überzeugungen umgebracht.

Als Proutisten wollen wir an die Wurzeln eines Systems, das nicht davor zurückschreckt, Grundschulen zu bombardieren.

Ich sehe mich selbst als mitverantwortlich dafür, dass so etwas geschieht. Zwar kann ich die meisten bösen Taten nicht direkt verhindern, aber ich könnte zumindest mehr riskieren, um es zu versuchen. Nicht kopflos, aber auch nicht tatenlos.

Ich denke gern, dass es rational ist, mich zurückzuhalten: nicht zu viel aufs Spiel zu setzen, mein Potenzial nicht unnötig zu vergeuden und Risiken einzugehen, die in keinem Verhältnis zu ihrer Wirkung stehen. Und natürlich stimmt das auch.

Aber könnte ich nicht viel mehr machen? Was kann mir passieren? Armut und Hunger?

Der Tod?

Der kommt garantiert und ist sowieso nicht das Ende. Zumindest wahrscheinlich nicht. (Leider.)

Gleichzeitig muss ich akzeptieren, was ich nicht ändern kann.

Wo ist die Balance?

Letztlich muss jeder diesen Punkt für sich selbst finden.

Doch klar ist: Ja, die Gerechtigkeit hat eine Chance – aber nur, wenn wir uns nicht von unseren Ängsten leiten lassen. Dafür gibt es auch keinen Grund.

Streiten wir für Menschlichkeit, ist uns kosmischer Rückenwind sicher.

Das Mindeste, was wir tun müssen, ist, gegen unsere eigene Angst zu kämpfen – vor allem, wenn uns das Universum eine Chance bietet, für Gerechtigkeit einzustehen.

Schaffen wir nicht einmal das, dann sind wir verloren.

Aber zum Glück sind wir das als Spiritualisten nicht.

Ja, die Gerechtigkeit hat eine Chance, aber auf uns kommt es an. Zum Glück ist uns die Unterstützung des höchsten Bewusstseins gewiss.


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