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Iran-Krieg – 5 mögliche gute Auswirkungen

Viele Menschen sind erschüttert. 

Aufgrund des Krieges im Mittleren Ostens müssen viele Menschen dort unsägliches Leid erfahren. Diesen Menschen gilt mein tiefstes Mitgefühl.

Die ausufernde Zerstörung von Öl- und Gasfeldern sowie Irans Sperrung der für weltweite Energielieferungen wichtigen Straße von Hormuz betrifft zudem Menschen auf der ganzen Welt.

Steigende Preise, Lieferengpässe, Energieknappheit – all das wird bei einer anhaltenden Krise langfristige, tiefgreifende Veränderungen für die Menschheit bringen.

Trotz allem hege ich Zuversicht und Vertrauen. Ich glaube unverbesserlich an das Gute.

Vielleicht werden wir in 100 Jahren auf diesen Krieg zurück blicken und anerkennen, wie er zu einem wichtigen Wandel beigetragen hat.

Einem Wandel, der letztendlich eine menschlichere Gesellschaft ermöglicht hat.

Konkret sehe ich folgende Möglichkeiten:

1. Das Ende der US-Vorherrschaft und eine neue multipolare Weltordnung

Trotz gewaltiger militärischer Stärke scheinen die USA und Israel den Irankrieg nicht gewinnen zu können.

Die Gründe sind vielschichtig und hängen u.a. mit

  • hohen Kriegskosten seitens der USA
  • hoher Widerstandsfähigkeit des dezentral organisierten iranischen Militärs
  • hohen wirtschaftlichen Druckmitteln durch die Sperrung der Hormuz-Straße und die wirtschaftlichen Folgen für die USA und Verbündete

zusammen.

Eine Niederlage würde das Ende der weltweiten US-Vorherrschaft beschleunigen.

Interessen anderer Großmächte wie China, Russland und Indien, sowie die Interessen des globalen Südens werden vermutlich mehr in den Vordergrund treten.

2. Steigende örtliche Selbstversorgung

Erdöl und Erdgas werden wesentlich weniger verfügbar sein.

Betroffen sind nahezu alle Lebensbereiche, insbesondere

  • Industrie
  • Transport
  • Wirtschaft
  • Technologie
  • Finanzmarkt
  • Lebensmittel
  • Energieversorgung

Am stärksten betroffen sind Länder in Asien. In Europa verschärft der Krieg den bereits bestehenden Gasmangel.

Von weltweiten Produktionsnetzen und Energiemärkten abzuhängen erweist sich nicht mehr als tragfähig. Für Regierungen weltweit wäre es nun weise, sich verstärkt um örtliche Unabhängigkeit und Selbstversorgung zu bemühen.

3. Umdenken in der Landwirtschaft

Ein Viertel des Harnstoffdüngers für die Landwirtschaft läuft durch die Straße von Hormuz. Herkömmliche Landwirtschaft gerät mit Düngerknappheit daher in Schwierigkeiten beim Anbau.

Wie können wir damit umgehen?

Zum Beispiel durch die Förderung von örtlicher Landwirtschaft:

  • Die ihre Düngemittel selbst herstellt.
  • Die von örtlichen Menschen genossenschaftlich verwaltet wird.
  • Die auf natürliche Anbaumethoden mit nur wenig synthetischem Dünger setzt.

4. Stärkung von kleinen Gemeinschaften

Im Westen leben wir allgemein noch in einem materiellen Überfluss. Der neue Krieg verstärkt eine bereits bestehende Entwicklung des wirtschaftlichen Abbaus.

Menschen, die zusammenhalten, können Krisen besser überstehen. Gleichzeitig erhöht die Krise das Bewusstsein für die weltweite Verbundenheit aller Menschen.

In diesem Sinne kann der Krieg als Anstoß und Lehre dienen:

  • Örtliche Gemeinschaften zu stärken
  • Unsere Verbundenheit als Menschheitsfamilie zu erkennen
  • Den Wert des Gemeinwohls vor den persönlichen Genuss zu setzen.

5. Spirituelle Reifung

Schwere Zeiten bedeuten oft Leid. Zugleich bieten sie Gelegenheit, an unseren Schwierigkeiten zu wachsen.

In Deutschland haben wir noch das Vorrecht, in Sicherheit und Wohlstand zu leben. Dennoch erschüttert die Weltlage viele von uns innerlich.

Oft sind es solche Krisenzeiten, die Menschen bewegen, sich auf die Suche nach Sinn und Spiritualität zu begeben.

Hierin liegt eine Möglichkeit, als Menschheit zu wachsen – um nicht die gleichen Fehler wieder zu machen.

Wir können uns wieder in uns verankern, indem wir uns mit unserer Seele verbinden.

Das gibt uns Halt und Gleichgewicht, um nicht zu verzweifeln.

Und es gibt Hoffnung und Mut, etwas Neues aufzubauen.

 

 


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