Iran – Wünschen Machteliten das Chaos?
In der Finanzkrise von 2008 traf es viele einfache Menschen hart.
Sie verloren ihre Häuser, ihre Arbeit oder gar beides. Reiche und mächtige Finanzakteure wurden durch die Regierungen von der Allgemeinheit gerettet und standen bereit, Immobilien zu Schleuderpreisen aufzukaufen.
Zwölf Jahre später litten die Massen unter den Maßnahmen der verkündeten Corona-Pandemie. Viele verloren ihre Existenz, und insgesamt ist das Leben heute noch deutlich teurer als zuvor. Gleichzeitig stieg laut Oxfam das Vermögen aller Milliardäre während der Pandemie um 80 %.
Mit dem Krieg gegen Iran steht die Welt nun erneut vor einer großen Krise, unter der vor allem wir einfachen Leute leiden, während Machteliten scheinbar wieder enorme Profite für sich erbeuten werden.
Der Kapitalismus braucht die Krise
In unserer kapitalistisch-materialistischen Weltordnung ist Vermögen gleichzeitig die hauptsächliche Quelle von Macht und das letztendliche Ziel allen Handelns.
Wir sind alle gezwungen, ein ausbeuterisches Spiel mitzuspielen, in dem wir Geld nachlaufen müssen, um unser tägliches Leben zu bestreiten. Wer Geld braucht, ist von jenen abhängig, die es haben, und diejenigen, die am meisten davon haben, verfügen über die meiste Kontrolle.
Als Spiritualisten wissen wir, dass das menschliche Verlangen unendlich ist und nur durch etwas Unendliches gestillt werden kann.
Doch selbst ein Kontostand mit 10 Ziffern, oder 100, oder gar 1000 bleibt endlich. Gleiches gilt für die Anzahl an Häusern, die man besitzt, die Größe der Landfläche, die man kontrolliert, und auch die Anzahl der Menschen, die man beherrscht.
Dazu kommt die ständige Angst vor dem Abstieg. Die eigenen Reichtümer müssen stets gegen andere, vermeintliche Glücksritter verteidigt werden.
Kapitalistische Machteliten verlangen stets nach mehr und fürchten sich stets vor weniger. Ein bemitleidenswerter Zustand, doch kein ungefährlicher für die Welt. Um ihre Dominanz über die Massen zu erhalten, müssen die Machteliten den Menschen wieder und wieder Teile ihrer Früchte abnehmen.
Hierzu dient die Krise. In der Krise werden einfache Menschen gezwungen, abzugeben, was sie haben, und weil in der Krise nur wenige genug haben, um sich etwas leisten zu können, fällt der Wert des Besitzes der Massen und geht in den Besitz der sogenannten Eliten über.
Ohne regelmäßige Krisen kommt der Umverteilungsmotor der Eliten zum Erliegen.
Wie die Eliten vom Iran-Krieg profitieren
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges profitierten Machteliten hauptsächlich durch ihre Kontrolle über die Weltmacht USA.
Heute steht das Zeitalter der USA als Weltmacht durch verschiedene wirtschaftliche, demographische und geopolitische Realitäten vor seinem Ende. Anstatt darauf zu warten, dass sich die aufgebauten Spannungen selbst entladen, lösen sie das Erdbeben gezielt aus, um die freiwerdenden Energien zu lenken und für ihre Zwecke zu nutzen.
Ihr Ziel ist es, auch in der Welt nach dem Erdbeben wieder an der Spitze der Macht zu stehen.
Öl und Gas aus dem Nahen und Mittleren Osten geben großen Teilen der Welt – vornehmlich Europa, China und Südostasien, aber auch Südamerika – Alternativen und damit Unabhängigkeit von den USA und Russland.
Indem die Machtelite die Welt von dieser Rohstoffquelle abschneidet, hofft sie, ihre Macht zu sichern, indem sie durch ihre direkte Kontrolle der USA und Russlands weite Teile der Weltbevölkerung beherrschen und ausbeuten kann.
Ein Wort zu Russland: Lange sah es so aus, als stünde Russland nicht oder kaum unter der Kontrolle mächtiger, internationaler Eliten Verbände.
Ein Anzeichen für mich dagegen ist, dass Russland die sich auftuende Chance des Iran-Krieges nicht nutzt, um den Ukraine-Krieg für sich zu entscheiden, während die Aufmerksamkeit der US-Armee voll auf den Iran gerichtet ist.
Möglicherweise gibt es ein Abkommen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, die sich letzten August ohne nennenswerte offizielle Resultate in Alaska trafen.
Abseits von Spekulationen zeigt der Iran meiner Meinung nach, wozu Russland in der Lage gewesen wäre, wenn es den Krieg in der Ukraine wirklich gewinnen wollte. Stattdessen scheint der Ukraine-Krieg Teil der Choreografie zur Pseudo-Neuordnung der Welt unter gleichen oder ähnlichen Machtverhältnissen zu sein.
Chaos hat gegen Einigkeit keine Chance
Einigkeit bedeutet Ordnung, und Ordnung ist das Gegenteil von Chaos.
Wir, die einfache Bevölkerung – 99,99 % der Menschheit –, können gegen die Pläne der Machteliten bestehen, indem wir uns vereinigen.
Eine feste Einheit lässt sich durch äußere Verwerfungen nicht aufbrechen. Das gilt im Kleinen wie im Großen.
Um gegen die Eliten zu bestehen, ist jede Einheit, die wir knüpfen, wirksam.
Eine Familie, die zusammensteht, kann ihr Heim im Angesicht von Herausforderungen leichter erhalten als eine gespaltene Familie. Gleiches gilt für einen Verein, dessen Mitglieder zusammenstehen.
Wir müssen nicht gleich die ganze Welt vereinen. Schon für etwas mehr Einheit und Zusammenhalt in unserem direkten Umfeld zu arbeiten, ist bedeutsam.
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