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TAGESLICHT Beitragsbilder 66

Können Genossenschaften unsere Lebensmittelversorgung retten?

Die Landwirtschaft sorgt für unsere Ernährung und damit unsere Lebensgrundlage. Sie sollte zum Wohle aller verwaltet werden.

Zur Zeit beobachten wir allerdings folgende Entwicklung:

  • Kleinbetriebe schließen
  • Große Unternehmen kaufen das Land
  • Landwirtschaft wird Profitinteressen unterworfen

 

Wenn Lebensmittelerzeugung vorrangig Profitinteressen dient, leiden die Böden, die Güte der Lebensmittel und die Gesundheit der Verbraucher.

Gleichzeitig werden kleine Bauern mehr und mehr verdrängt.

 

4 Vorteile landwirtschaftlicher Genossenschaften

Der indische Denker Shrii P. R. Sarkar entwickelte eine Vision landwirtschaftlicher Genossenschaften, in der Lebensmittel zum Wohle aller erzeugt werden.

Die Grundidee ist, dass sich mehrere Bauern zusammentun und ihr Land sowie ihre finanziellen und intellektuellen Mittel bündeln.

Das hat mehrere Vorteile:

1. Ihre gemeinsame Kaufkraft wächst. Außerdem können Genossenschaften als Bauernverband leichter staatliche Unterstützung einfordern als einzelne Bauern. Beides führt dazu, dass die Bauern leichter große Maschinen, Traktoren und hochwertiges Saatgut kaufen und Hilfsarbeiter einstellen können.

2. Mehr Möglichkeiten für Weiterbildung und Forschung. Nachhaltige Anbaumethoden wie Permakultur oder Agro-Forstwirtschaft können in größerem Rahmen entwickelt werden.

3. Größere finanzielle Freiheit und Sicherheit. Die Mitglieder der Genossenschaft würden feste Ausschüttungen erhalten, unabhängig vom Gewinn oder Verlust der Genossenschaft selbst. Sie haben zudem gemeinsam ein breiteres Angebot an Lebensmitteln und größere geteilte Lagerungsmöglichkeiten.

So können die Erzeuger leichter anpassen, welche Lebensmittel sie wann zu welchen Preisen verkaufen.

4. Keine Mittelsmänner. Im besten Fall verkauft eine Erzeugergenossenschaft ihre Waren direkt an Verbrauchergenossenschaften in der Region. Die Hauptausrichtung beider Genossenschaft sollte die Versorgung der Bevölkerung sein. Profitinteressen spielen dann kaum mehr eine Rolle.

Außerdem können keine Personen von außen Besitzanteile erwerben. Die Kontrolle liegt bei den Mitarbeitern der Genossenschaften.

 

Landwirtschaft zum Wohle aller

Dieses Modell beruht auf wohlwollender Zusammenarbeit. Damit es verwirklicht werden kann, bedarf es ethischer Führung und der Unterstützung der Bevölkerung.

Das genossenschaftliche System birgt die Möglichkeit für umfassenden Wandel in der Landwirtschaft. Böden können wieder fruchtbar gemacht werden, die Arbeit und das Leben auf dem Land wieder anziehend werden und die örtliche Bevölkerung mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln versorgt werden.


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