Krieg schwärzt alles. Der Mensch ist stärker als seine Dunkelheit.
„Unsere Vorfahren haben einen Fehler begangen, indem sie den Krieg förderten.
Wir sollten berichtigen, welche Fehler sie begangen haben.
Wir sollten für ihre Fehler sühnen.“
Der Krieg zwischen Israel/USA und dem Iran spitzt sich weiter zu. Die Gefahr einer Ausweitung wächst – mit unabsehbaren Folgen für Millionen von Menschen. Tod, Leid und Zerstörung drohen in einem Ausmaß, das ganze Generationen prägen könnte.
Aus diesem Anlass möchte ich Worte zitieren, die der spirituelle Meister Shrii Shrii Anandamurti auf Feldspaziergängen in der Schweiz und in Deutschland sprach.
Sie unterscheiden klar zwischen Kampf und Krieg. Zwischen notwendigem Einsatz für das Leben – und jener zerstörerischen Dynamik, die aus Hass und Spaltung entsteht.
Notizen von einem Feldspaziergang am 11. Mai 1979 in Fiesch, Schweiz
„Im praktischen Leben erkenne ich die Sinnlosigkeit des Krieges. Krieg ist der schwarze Fleck im menschlichen Charakter. Im individuellen oder kollektiven Leben kann man kämpfen (Sangram), doch Krieg gründet auf Hass und auf spaltenden Tendenzen. Ist das nicht schwarz?
Kampf (Sangram) und Krieg (Yuddha) sind nicht gleichbedeutend. Während Krieg aus Hass entspringt, ist Kampf ein Bestandteil des Lebens. Krieg schwärzt alles, er verdunkelt die Zukunft. Das Leben soll hell sein – sowohl individuell als auch kollektiv. Lasst uns gegen jene spaltenden Tendenzen kämpfen, die unser Leben dunkel machen wollen.
Wollen die Menschen Licht oder Dunkelheit? Sie wollen Licht. Licht ist schön, weil es leuchtet. Als es noch keine Schöpfung gab, gab es nur eine Farbe – schwarz. Mangel an Leben ist schwarz. Nach der Schöpfung sehen wir dieses schöne Spiel der Farben. Warum sollten wir uns in der Dunkelheit verlieren? Alle Menschen wollen Licht.
Unsere Vorfahren haben einen Fehler begangen, indem sie den Krieg förderten. Wir sollten berichtigen, welche Fehler sie begangen haben. Wir sollten für ihre Fehler sühnen.
Ein einzelner Mensch ist leuchtender, heller und pulsierender als die universelle Dunkelheit. Deshalb sollten die Menschen immer zuversichtlich sein. Die tiefe Dunkelheit kann unseren Fortschritt nicht aufhalten.
Schwarz kann das Licht ihres Herzens nicht bedecken.
Der Geist eures Herzens muss weitergehen und weitergehen – gegen Hindernisse; vielmehr im Kampf gegen die Kiesel der Hindernisse, so wie ihr beim Gehen auf dem Weg die kleinen Steine mit dem Fuß beiseiteschiebt, wenn sie euch im Weg liegen.
Der Mensch ist stärker als sein Hindernis.“
Notizen von einem Feldspaziergang am 23. Mai 1979 in Hannover
„Solange es Tierhaftigkeit im Menschen gibt, wird es Krieg geben. Kampf ist das Wesen des Lebens, aber Krieg ist etwas Brutales.
Krieg ist der schwärzeste Fleck im menschlichen Charakter. Der Mensch muss kämpfen, aber keinen Krieg führen, denn Krieg zerstört so viele Menschen und so viele Zeugnisse der Zivilisation.“
Diese Worte sind keine politische Stellungnahme zu einem konkreten Konflikt. Sie sind eine grundsätzliche ethische Unterscheidung.
Kampf gehört zum Leben. Einsatz für Gerechtigkeit, Schutz des Lebens, Überwindung von Hindernissen – all das kann notwendig sein. Krieg jedoch, so die klare Aussage, entspringt Hass und spaltenden Tendenzen. Er verdunkelt die Zukunft.
Wenn der Mensch stärker ist als sein Hindernis, dann liegt die eigentliche Entscheidung nicht nur in Strategien, sondern im Bewusstsein. In der Frage, welche inneren Kräfte wir nähren: Licht oder Dunkelheit.
Alle Menschen wollen Licht.
Dieser Artikel erscheint auch auf meinem X-Kanal (@Madhuvidyananda).
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