Menschenähnliche Roboter: Sollten wir Angst haben?
In China kämpfen menschenähnliche Roboter Kung-Fu, tanzen Choreographien und machen Saltos.
In einigen Städten laufen sie in Pilotversuchen auf Streife neben der Polizei mit.
In den USA arbeitet Elon Musks Firma Tesla an menschenähnlichen Robotern, die alltägliche Arbeiten zu geringen Kosten übernehmen sollen.
Viele erinnern sich bei solchen Nachrichten an Filme und Dystopien, in der Roboter die Menschen beherrschen.
Sollten wir Angst haben?
Was sich gerade zeigt
China und die USA treiben humanoide Roboter mit hohem Tempo voran.
Bei der chinesischen Firma Unitree beeindrucken Roboter mit spektakulären Bewegungen.
Beim Frühlingsfest-Gala 2026 zeigten G1- und H-Modelle autonome Kampfchoreografien, Saltos, Parkour und synchrone Formationen.
Im August 2026 fand in Peking die zweite Ausgabe der World Humanoid Robot Games statt, ein mehrtägiger Wettkampf mit über 2.000 Robotern aus 16 Ländern. In einigen Disziplinen schlugen Roboter menschliche Rekorde. Ein Roboter lief etwa 100 Meter in 8,64 Sekunden, schneller als Usain Bolts 9,58 Sekunden.
Tesla setzt mit seinem Modell Optimus anders an.
Die Ingenieure entwickeln Roboterhände mit vielen Freiheitsgraden und feiner Sensorik.
Zusammen mit einer lernenden KI sollen daraus einmal Roboter werden, die kochen, putzen und Werkzeuge führen können.
Technik ohne Geist
Shrii P. R. Sarkar wurde einmal nach der zerstörerischen Wirkung von Atombomben gefragt. Seine Antwort trifft auch auf Roboter zu.
Die menschliche Kraft ist weit mächtiger als die Kraft von Atombomben.
Was immer ein Mensch herstellt, enthält nur physische Kraft; es besitzt keine psychische Kraft. Atombomben haben nichts, was man Geist nennen könnte.
Eine Atombombe, sagt er sinngemäß, ist grobe physische Kraft ohne Geist. Menschen haben sie geschaffen. Deshalb können Menschen sie auch bändigen und Gegenmittel finden. Die physische Kraft einer Maschine kann die unsere übertreffen. Die geistige Kraft des Schöpfers bleibt stärker.
Sarkar deutet sogar an, dass Menschen eines Tages etwas herstellen könnten, das einen Geist besitzt. Selbst dann bliebe dieser Geist schwächer als der des menschlichen Schöpfers. Denn Menschen können etwas, was Maschinen nicht können: durch spirituelle Praktiken mit ihrer Seele in Berührung kommen.
Die Kraft der Spiritualität ist feiner und stärker als alles, was Menschen jemals erfinden können.
Aus diesem Grund werden Menschen Maschinen immer überlegen bleiben.
Wovor wir uns wirklich fürchten sollten
Sarkar sprach eine Warnung aus, in der er die wirkliche Gefahr benannte:
Es gibt nur eines, wovor Menschen sich fürchten müssen: vor denen, die Unmenschen in menschlicher Gestalt sind, die über immense psychische Kraft verfügen und dennoch wie Unmenschen handeln und der Menschheit schaden.
Unethische Menschen mit großer geistiger Kraft und Macht können großen Schaden anrichten. Genauso können ethische Menschen mit großer Kraft viel Gutes tun.
Die Technik ist stets nur das Werkzeug.
Ein humanoider Roboter in den Händen ethischer Führung kann schwere Arbeit erleichtern, Pflege unterstützen und Menschen von stumpfer Routine entlasten. Derselbe Roboter unter Ausbeutung, Kriegsplanung oder Überwachung vertieft Ungerechtigkeit.
Wir brauchen also ethische und fähige Führung: Menschen, die in Grundsätzen wie Wahrhaftigkeit, Nicht-Schädigung und Selbstlosigkeit gefestigt sind und das Gemeinwohl über Macht und Profit stellen.
Angst oder Verantwortung?
Angst vor Robotern ist oft fehlgeleitet. Angst vor unkontrollierter Macht, vor versteckter Fernsteuerung, vor Arbeitslosigkeit ohne soziale Absicherung und vor Waffenfähigkeit ist berechtigt und verlangt klare Regeln, Transparenz und ethische Grenzen.
Wir können die Entwicklung mitgestalten: Bildung, die unsere Urteilskraft schärft; Wirtschaft, die die Kaufkraft und Würde der Menschen sichert; Politik, die Technik für das Wohl der Menschen einsetzt.
Dann werden menschenähnliche Roboter zu guten Helfern. Die wichtigste Frage lautet also: Wer lenkt die Roboter, und mit welcher Absicht?
Ich denke, wir müssen keine Angst vor Maschinen haben. Wir müssen wach bleiben gegenüber denen, die sie lenken.
Quellen
- Shrii P. R. Sarkar: Can Atom Bombs Destroy Human Civilization? in: A Few Problems Solved Part 3, AMP, Kolkata 2020 (1978).
- Live Science, 17. Februar 2026, Kung-Fu und Saltos von Unitree bei der Spring Festival Gala: https://www.livescience.com/technology/robotics/humanoid-robots-show-off-creepily-impressive-kung-fu-moves-during-lunar-new-year-festival-in-china
- Global Times, 16. Februar 2026, Unitree-Auftritt: https://www.globaltimes.cn/page/202602/1355439.shtml
- AP, 22. August 2026, World Humanoid Robot Games, 100 Meter und Standhochsprung: https://apnews.com/article/china-humanoid-robot-games-us-86cb8e310843151a77057e4cb764b4e2
- Reuters, 22. August 2026, Tiangong Ultra 9,39 Sekunden: https://www.reuters.com/sports/chinese-humanoid-robot-lightning-beats-human-100m-world-record-state-media-says-2026-08-22/
- South China Morning Post, 23. August 2026, Unitree im 100-Meter-Lauf bei 12,41 Sekunden: https://www.scmp.com/sport/china/article/3364974/ultra-quick-chinese-robots-beat-usain-bolts-100m-world-record-beijing-games
- Sankei, 28. September 2026, Aufruhr-Roboter Fuxi im Versuchsstadium: https://www.sankei.com/article/20260928-7JRJQO5QDNJSROO3GRFX3T6XPY/
- Journal du Net, 24. September 2026, Pilotversuche mit Verkehrs- und Patrouillenrobotern: https://www.journaldunet.com/intelligence-artificielle/1555257-les-policiers-humanoides-patrouillent-deja-en-chine/
- Electrek, 25. September 2026, Optimus-Produktion, Hände, überwachter Werkseinsatz (nach The Information): https://electrek.co/2026/09/25/tesla-optimus-production-ramp-hands-ai-generalization-problems/
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