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NASA-Satellit zeigt: Erdklima kühlt rasant ab

Im November 2024 fiel in bestimmten Regionen Saudi-Arabiens zum ersten Mal seit etwa 30 Jahren Schnee. Letztes Jahr, 2025, dann erneut.

In den tropischen Kaffeeanbaugebieten Brasiliens haben aussergewöhnlich starke Kälteeinbrüche in den vergangenen zwei Jahren zu großen Ernteausfällen bei Kaffeebohnen beigetragen.

Ebenfalls in den letzten beiden Jahren wurden auch in den für ihr warmes Klima bekannten US-Bundesstaaten Texas und Florida extreme Kälteereignisse registriert. Gerade vor ein paar Tagen fegte nun erneut der Wintersturm „Fern“ über die USA hinweg, der hinsichtlich extremer Kälte, Schneefall und Eis örtliche Rekorde brach, und das bis nahe an die mexikanische Grenze ganz im Süden der USA.

Diese Aufzählung ungewöhnlicher bis extremer Kälteereignisse, die in den letzten zwei bis drei Jahren auftraten, könnte ich noch  fortsetzen. Zum Beispiel mit 2 Metern Schneefall in Südafrika oder Frost in Laos, wo die Temperaturen selbst in der kälteren Zeit normalerweise bei durchschnittlich 16° C bis 20° C liegen.

Doch auch in der üblicherweise schon recht kalten Arktis gibt es unüblich viel Kälte: Der Eisschild, der die Arktis bedeckt, ist laut Daten des Snow and Ice Data Center in Boulder, Colorado, seit 2023 um 1,2 Millionen Quadratkilometer, oder um etwa 50 % gewachsen.

All diese Beobachtungen werden durch den NASA-Satelliten „Aqua“ bestätigt. Mit Hilfe eines hochempfindlichen Infrarot-Messgerätes misst Aqua seit 2002 die Oberflächentemperatur der Erde. In den letzten 3 Jahren registrierte das fleissige Thermometer aus dem Weltall eine Abkühlung der Erdoberfläche um 0,75° C und stellt dabei nun die kältesten Temperaturen seit Beginn seiner Aufzeichnungen fest.

Die Abkühlung um 0,75° C in 3 Jahren kann man nur als extrem rasant bezeichnen. Zum Vergleich: Die akademische (mainstream) Klimaforschung behauptet, der menschengemachte Klimawandel führe seit 1975 zu einem Anstieg von etwa 0,2° C alle 10 Jahre. Die beobachtete Abkühlungsrate beträgt umgerechnet derzeit etwa 2,2° C alle 10 Jahre und ist damit mehr als 10-mal so hoch.

Um es nochmal zu wiederholen: Die Erde kühlt sich derzeit 10-mal schneller ab, als die sog. Wissenschaft und die internationale Politik als Erwärmung erwartet.

Verursacht wird diese Entwicklung durch ein seltenes Muster der Sonnenaktivität. Die Physikerin, Mathematikerin und Astronomin Prof. Valentina Zharkova der Universität Northumbria in Großbritannien belegt, aus meiner Sicht, stichhaltig, dass wir uns gerade am Beginn eines sogenannten großen solaren Minimums befinden, wie es zuletzt von 1645–1715 auftrat. Diese Zeit wird in der Geschichte auch als die „Kleine Eiszeit“ bezeichnet und hatte von Hungersnöten bis zu Kriegen tiefgreifende Folgen für die Bevölkerungen Europas.

Prof. Zharkovas Forschung zeigt überzeugend, dass wir von 2020 bis 2050 eine ähnliche Phase mit stark verminderter Sonnenaktivität durchmachen werden. Dem zugrunde liegt der Zyklus der Sonnenaktivität. Dieser zeigt sich wie folgt:

Die Sonne weist stets dunkle, extrem heisse Flecken auf, die bereits mit einem Teleskop gut erkennbar sind und schon vor Hunderten von Jahren von Astronomen auf der ganzen Welt dokumentiert wurden. Die Häufigkeit dieser Flecken, und damit die Menge an Energie, die von der Sonne abgestrahlt wird, verändert sich damit sehr vorhersehbar in einem etwa 11 Jahre andauernden Zyklus.

Ein Astronom, der zum Zeitpunkt geringster Sonnenfleckenanzahl mit seinen Beobachtungen beginnt, wird also nach der Hälfte von 11 Jahren, also etwa 5,5 Jahre lang beobachten können, wie die Zahl der dunklen Sonnenflecken stetig zunimmt und dann 5,5 Jahre lang abnimmt, bis sie wieder am Ausgangszustand angekommen ist.

Je mehr dunkle Flecken, desto heisser ist die Sonne und desto mehr Energie strahlt sie ab. Die Menge an Energie, die die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt abstrahlt, kann man messen und erhält so die sogenannte Bestrahlungsstärke.

Prof. Zharkova und ihr Team wollten nun den 11-Jahres-Zyklus der Sonne genauer untersuchen. Dazu werteten sie die von der Sonne ausgehende Bestrahlungsstärke über zwei Sonnenzyklen, oder etwa 22 Jahre, aus.

Vereinfacht kann man sich vorstellen, dass jeden Tag ein Foto der Sonne gemacht wird und dann anhand einer Skala von 1 bis 10 bewertet wird, wie hell die Sonne an diesem Tag leuchtet. Eine 1 stünde dabei für eine sehr geringe Bestrahlungsstärke, während eine 10 die höchstmögliche Bestrahlungsstärke bedeuten würde.

Wenn man nun alle ermittelten Zahlen in der richtigen zeitlichen Reihenfolge in ein Diagramm einträgt, bei dem die waagerechte Achse die fortlaufenden Tage beschreibt und die senkrechte Achse die an einem bestimmten Tag gemessene Beleuchtungsstärke der Sonne, erhält man ein Bild, das aussieht, als könnte man die Wellen des Ozeans im Querschnitt betrachten. Man erhält so eine Welle, die zeigt, dass sich die Sonnenaktivität von ihrem Maximum hin bewegt zu ihrem Minimum und dann wieder zu ihrem Maximum ansteigt und so weiter. Die Beleuchtungsstärke geht auf und ab, wie eine Welle.

Soweit so gut. Bis hierhin ist alles Lehrbuchphysik, wie man sie auch auf Wikipedia findet.

Prof. Zharkova und ihr Team wollten jedoch einen Schritt weiter gehen. Der 11-Jahres-Zyklus ist in Wahrheit nämlich gar nicht wirklich 11 Jahre lang. Tatsächlich schwankt die Länge der Sonnenzyklen zwischen 9 und 14 Jahren, was im Durchschnitt 11 Jahre ergibt.

Um diese Schwankungen zu untersuchen, wandten die Forscher eine mathematische Methode an, die Wellenbewegungen in ihre Bestandteile zerlegt. Vereinfacht gesagt beantwortet diese Methode die Frage: „Wenn die Wellenbewegung, die ich messe, aus mehreren, sich überlagernden Wellen zusammengesetzt wäre, wie würden die einzelnen Wellen aussehen?“

Diese mathematische Zerlegung des Sonnenaktivitätszyklus in mögliche Unterzyklen brachte den Durchbruch, denn die Methode zeigte, dass die beobachtete Veränderung der Sonnenaktivität sehr exakt durch die Überlagerung zweier, voneinander unabhängiger Unterzyklen erklärt werden kann.

Diese beiden Unterzyklen sind zwar beide fast genau 11 Jahre lang, aber eben doch nicht genau gleich lang. Das führt zu einem Effekt, den man zum Beispiel auch aus der Musik kennt. Wenn zwei Stimmgabeln mit ähnlicher Frequenz gleichzeitig nebeneinander erklingen, dann hört man als Resultat ein Wabern. Dieses Wabern wird Schwebung genannt und entsteht, weil sich die Schallwellen der beiden Stimmgabeln manchmal gegenseitig verstärken und manchmal gegenseitig auslöschen.

Sehr Ähnliches passiert auch in der Sonne. Unterhalb der Sonnenoberfläche verlaufen zwei elektrische Ströme, die sich an der Oberfläche als Sonnenflecken zeigen. Manchmal verstärken sich diese beiden Ströme gegenseitig und manchmal unterdrücken sie einander.

Wenn wir uns das Wabern zweier Stimmgabeln vorstellen, dann können wir dieses Wabern in etwa nachstellen, indem wir den Laut „AAAOOOAAAOOOAAAOOO“ von uns geben. Ein großes Sonnenminimum wie das Maunder-Minimum im Mittelalter oder jenes, das nun ansteht, entspricht dabei den „OOO“-Phasen, bei denen der Laut, bzw. die Bestrahlungsstärke der Sonne, stark gedämpft wird.

Diese Erklärung ist physikalisch sehr elegant und durch viele Daten und Beobachtungen belegt.

Aus meiner Sicht führt kein Zweifel daran vorbei, anzuerkennen, dass wir gerade am Beginn einer kleinen Eiszeit stehen, die uns für etwa 25 Jahre begleiten wird.

Manche Leser stellen sich nun jedoch womöglich die Frage, weshalb diese Tatsache nicht überall bekannt ist, wenn sie doch so eindeutig und klar ist.

Auch hier liefert Prof. Zharkova die Antwort.

Die akademische Klimaforschung hält den Einfluss der Sonnenaktivität für sehr gering. Dazu bringt sie folgende Beobachtung hervor: „Ja, vor der industriellen Revolution gab es einen gewissen Zusammenhang zwischen dem 11-Jahres-Zyklus und der Erdtemperatur, aber seit etwa 100 bis 200 Jahren wird die Erde wärmer, auch wenn die Sonnenaktivität abnimmt. Demzufolge kann die Sonne nicht der ausschlaggebende Faktor sein.“

Die Beobachtung ist hier zwar korrekt, die Schlussfolgerung jedoch nicht. Die Erwärmung der Erde kann nämlich durch einen weiteren Sonnenzyklus vollständig erklärt werden.

Die Sonne steht im Zentrum unseres Sonnensystems und zieht die Planeten um sich herum, wie etwa unsere Erde, durch die Gravitationskraft zu sich und bindet die Planeten so an sich. Nun ist es jedoch so, dass nicht nur die Sonne die Planeten anzieht, sondern auch umgekehrt. An der Sonne ziehen also ständig mindestens 9 Planeten aus verschiedenen Richtungen.

Vereinfacht gesagt führt diese Auslenkung der Sonne dazu, dass sie nie ganz in der Mitte des Sonnensystems ruht, sondern immer etwas um den Mittelpunkt herum wackelt. Dieses Wackeln selbst verläuft in einem etwa 2000-jährigen Zyklus und kann sehr genau berechnet werden. Diese Berechnungen zeigen, dass Sonne und Erde manchmal näher zueinander gezogen werden und manchmal weiter voneinander weg verlaufen.

Genauer gesagt nähern sich Sonne und Erde immer 1000 Jahre lang aneinander an und entfernen sich daraufhin wieder 1000 Jahre lang voneinander. Derzeit befinden wir uns seit etwa dem Jahr 1600 in einer Phase der Annäherung, die bis etwa 2600 anhalten wird.

Dieser Effekt der zunehmenden Annäherung ist stärker als der Effekt der Abkühlung durch den 11-Jahres-Zyklus. Daher wird die Erde immer wärmer, und diese Erwärmung wird nach der kleinen Eiszeit von 2050 bis etwa 2600 weitergehen.

Die obige Erklärung ist stark vereinfacht. Tatsächlich ist die Geometrie etwas komplizierter und auch vom Stand von Erde und Sonne zu verschiedenen Jahreszeiten zueinander abhängig.

Zusammengefasst können wir sagen:

Die Erderwärmung ist real und geht darauf zurück, dass Erde und Sonne sich in einem 2000-jährigen Zyklus aneinander annähern und voneinander entfernen.

Gleichzeitig strahlt die Sonne in einem 11-Jahreszyklus mal mehr und mal weniger Energie auf die Erde ab. Die kälteren Phasen geringer Sonnenaktivität merken wir meistens nicht, weil der Effekt der sich nähernden Sonne stärker ist als die Abkühlung.

Manchmal jedoch, etwa alle 600 Jahre, unterdrücken sich elektromagnetische Ströme in der Sonne gegenseitig und die Sonnenaktivität nimmt sehr viel stärker ab als üblich. Diese Zeiten wirken sich stark auf die Erdtemperatur aus.

Von 2020 bis 2050 befinden wir uns in einem solchen großen solaren Minimum. Berechnungen zeigen, dass die Sonnenaktivität im Fenster von 2025/26 bis etwa 2030 ihren Tiefststand erreicht.

Die vielfach beobachtete Abkühlung der Erde ist damit vollständig erklärbar und die Regierungen der Erde sollten sich auf eine langanhaltende Kälteperiode einstellen.

Leider geschieht dies nicht, sondern eher das Gegenteil. Dennoch können wir uns auch unabhängig darauf vorbereiten.

Doch dazu ein andermal mehr.

Über Fragen und Anregungen zu meinen Texten freue ich mich. Gerne persönlich per Telegram an @dharmendra_deva.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag verbindet überprüfbare Tatsachen mit Erklärungsansätzen und Deutungen zu einem vielschichtigen Thema.  Er behandelt einen von mehreren Teilbereichen der Klimaforschung, die in der öffentlichen Darstellung bislang kaum oder oft nicht sachgerecht berücksichtigt werden. Wir halten die Klimaforschung für einen wichtigen und dringenden Dienst an der Menschheit.

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