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Neue Zahlen: Jugend erstmals wieder spiritueller

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Seit vielen Jahren motiviert mich die Idee, dass die Gesellschaften der Erde sich zwangsläufig zur Spiritualität hin entwickeln werden, auch wenn es (für mich) quälend lange dauert.

Zahlen aus dem letzten Jahr zeigen nun, dass Generation Z, also die um die Jahrtausendwende geborene Generation, einen Aufschwung in der Spiritualität erlebt und damit erstmals einen jahrzehntelangen Trend bricht. Hier 3 Fakten dazu:

1. Die „Gott-Lücke“ in Deutschland
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten weist die jüngste Generation in Deutschland eine höhere Glaubensquote auf als die älteste. Laut der Jugend in Deutschland-Studie 2025 glauben 31 % der 14- bis 29-Jährigen an einen persönlichen Gott, verglichen mit nur 24 % der 50- bis 69-Jährigen. Diese „Umkehr des Trends“ deutet darauf hin, dass zwar die institutionelle Kirchenbindung abnimmt, der private, persönliche Glaube jedoch zu einem Kennzeichen der deutschen Jugend wird.

2. Der „Taufboom“ in Frankreich
Im Jahr 2025 verzeichnete die katholische Kirche in Frankreich einen beeindruckenden Anstieg der Erwachsenentaufen um 45 % gegenüber dem Vorjahr. Noch bemerkenswerter ist der demografische Wandel: Die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen stellt mit 42 % inzwischen den größten Anteil aller Neukonvertiten und ist damit die größte einzelne Gruppe, die den formalen Eintritt in den Glauben sucht. Soziologen sprechen von einer „stillen Erneuerung“, die von der Suche nach Sinn in einer zunehmend digitalen Welt getragen wird.

3. Die „Jenseits-Inversion“ im Vereinigten Königreich
Daten aus der World Values Survey (2024–2025) zeigen, dass junge Menschen im Vereinigten Königreich deutlich häufiger an ein Fortbestehen nach dem Tod glauben als ihre Großeltern. 51 % der Generation Z glauben inzwischen an ein Leben nach dem Tod, verglichen mit nur 35 % der Babyboomer. Dies deutet darauf hin, dass der „wissenschaftliche Materialismus“, der im späten 20. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte, bei der jüngere Generation an Einfluss verliert, die offener für Geheimnisvolles und das Übernatürliche ist.

Ja, die Zeiten werden wahrscheinlich nicht so bald leichter. Doch das Universum läuft stets voran. Während ein Fuß sich bewegt und nach vorne eilt, steht der Zweite und bereitet sich auf den nächsten Schritt vor. Der Fuß mag sich gerade Richtung Niedergang bewegen, doch spätestens der folgende Schritt wird die Menschheit weiter in Richtung Fortschritt befördern. Vielleicht wird es uns verwehrt bleiben, die Pracht des nächsten Schrittes in seiner Bewegung bewundern zu können. Wir können dem gerade noch ruhenden Fuß jedoch helfen, möglichst viel Kraft zu tanken.

Dafür arbeiten wir und ich ganz persönlich.

Die Zukunft ist spirituell.

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