Skip to main content Scroll Top
TAGESLICHT Beitragsbilder 94

Warum Fußballträume noch kein Yoga sind – und was Yoga wirklich bedeutet

Es gibt verschiedene Erklärungen, was „Yoga“ bedeutet.

Hier übersetze ich einen Text von Shrii Shrii Anandamurti, indem er verschiedene Deutungen auf praktische Weise erläutert.

 

Beginn der Übersetzung:

Eine Erklärung des Yoga heißt: yogashcittavrttinirodhah.

Die Aufhebung aller mentalen Neigungen (cittavrttis) ist Yoga.

 

Hatha-Yoga ist ein anderer Name für einen solchen Yoga.

Angenommen, Menschen heben ihre geistigen Neigungen durch künstliche Methoden auf, indem sie die Aktivitäten ihrer Nerven stoppen.

Wird ihnen das zur Gottverwirklichung verhelfen?

Wenn Menschen einschlafen, bleiben ihre geistigen Aktivitäten aufgehoben – hilft der Schlaf bei der Verwirklichung Brahmas?

Deshalb ist auch dies nicht der richtige Ansatz. Die Logik, dass die Aufhebung der mentalen Neigungen zur höchsten spirituellen Verwirklichung führt, ist ebenfalls falsch.

Andere wiederum sagen: Sarvacintāparityāgo niścinto yoga ucyate.

Verschiedene Gedanken tauchen ständig aus dem menschlichen Geist auf und treiben die Menschen praktisch in den Wahnsinn.

In Trauer brechen Menschen plötzlich in Tränen aus; oder manchmal rufen schlafende Kinder, während sie im Traum ein Fußballspiel sehen, „Tor, Tor!“ und treten sogar unbewusst nach denen, die neben ihnen schlafen.

Nun, wenn alle Gedanken aufgegeben werden, wie es im Schlaf geschieht – kann das dann Yoga genannt werden?

Wenn man im Schlaf weiter denkt, spricht man von „Traum“, und wenn der Geist im Schlummer von allen Gedanken befreit ist, spricht man von „Schlaf“.

Kann der Zustand des Schlafes Yoga genannt werden? Gewiss nicht.

Es gibt noch eine weitere Deutung des Yoga: Saṁyoga yoga ityuktaḥ jīvātmā Paramātmanah.

Wenn die individuelle Seele (jīvātmā) und das Höchste Bewusstsein (Paramātmā) eins werden, spricht man von Yoga.

 

Nun, wie kann diese Vereinigung herbeigeführt werden?

[…]

Die Sādhakas [spirituell Praktizierende] höherer Stufe nehmen die geistige Ausrichtung auf:

„Ich diene Parama Purusha nicht, um Vergnügen daraus zu ziehen, sondern weil Parama Purusha selbst dadurch erfreut wird. Ich diene Ihm nicht zu meinem eigenen Vergnügen – mein einziger Wunsch ist es, Ihm Freude zu bereiten.“

 

Oh spiritueller Sucher, wünsche nicht, ein Philosoph oder ein Intellektueller zu sein – werde ein Bhakta [Hingegebener]. Werde eins mit Parama Purusha und mache dein Dasein in jeder Hinsicht sinnvoll durch beständigen Dienst und Hingabe an Ihn.

 


Quelle:

Shrii Shrii Anandamurti: What Is the Way? in: Subháśita Saḿgraha Part 11, AMP, Kolkata 2020.

 


Dir gefällt unsere Arbeit? Wir freuen uns, wenn du uns mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützt.

Herzlichen Dank!


Hinweis: Die automatisch übersetzten Versionen unserer Artikel können Fehler enthalten. Wir freuen uns über Rückmeldung und Fragen an: kontakt@tageslicht-magazin.de.

Verwandte Beiträge

Translate »