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Tageslicht Beitragsbilder 4

Wie AMURTEL Menschen in Gaza mit Lebensmitteln und Trinkwasser hilft

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Seit etwa 2 Jahren leistet die yogische Nonne Didi Ananda Rasasudha von Ägypten aus Nothilfe für Menschen im Gazastreifen.

Sie hat als Teil der Organisation AMURTEL (Ananda Marga Universal Relief Team Ladies) mehrere Teams aufgebaut, die die Beschaffung von Lebensmitteln und deren Verteilung in Gaza organisiert.

Auch hat ein Team von AMURTEL bereits eine Entsalzungsanlage aufgebaut und in Betrieb genommen und plant zur Zeit die Errichtung von zwei weiteren Anlagen.

Dieses Video zeigt eine von vielen Verteilungen von Lebensmitteln. Bei dieser im Juni diesen Jahres wurden laut Didis Auskunft 18 Körbe mit Gemüse verteilt im Wert von 1300 Dollar bzw. 4550 Schekel. 50 Familien, das sind etwa 500 Menschen, haben davon Nutzen erhalten.

Die Beschaffung der Lebensmittel und die Verteilung in Gaza wird organisiert von Hadeel, einer palästinensischen Frau, die ein Team von AMURTEL in Nordägypten leitet.

Dieses Video zeigt die Lieferung von frischen Trinkwasser mit einem Lastwagen. Inmitten von Trümmern füllen Menschen ihre Wasserkanister…

Da Trinkwasser zur Zeit in Gaza sehr knapp ist, ist jedoch mehr nötig als Lastwagenlieferungen, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten.

Ein weiteres Team von AMURTEL, geleitet vom palästinensischen Ingenieur Mahmoud, hat daher eine erste Entsalzungsanlage errichtet. Mahmoud lebt in Kairo und ist ein Bauingenieur.

Am Ende dieses Artikels ist ein ausführlicher Bericht vom Projektleiter Mahmoud über die Entsalzungsanlage und die Situation in Gaza-Stadt.

Wie du unterstützen kannst

Didi und AMURTEL sind in ihrer Arbeit auf Spenden angewiesen. Es ist allerdings allerdings nicht leicht, Spenden für Gaza zu sammeln.

Du kannst Didis Arbeit unterstützen, indem du an AMURT Portugal spendest – unbedingt mit dem Verwendungszweck „AMURTEL Qahira“ oder  „AMURTEL Qahira food and water desalination“, ohne das Wort „Gaza“.

AMURT Portugal arbeitet eng mit AMURTEL in Ägypten zusammen.

Caixa Geral de Depósitos
NIB: 0035 2168 0002065793096
IBAN: PT50 0035 2168 0002065793096
BIC: CGDIPTPL

https://amurt.pt/donativos/


 

Projektleiter Mahmoud schreibt zum Entsalzungsprojekt:

Alle benötigten Materialien sind derzeit in den Lagern von Zulieferern innerhalb von Gaza-Stadt eingelagert. Diese Materialien wurden ursprünglich von außerhalb des Gazastreifens importiert und sind nun lokal verfügbar – leider jedoch zu sehr hohen Preisen.

Aufgrund meiner Erfahrung in diesem Bereich und meiner guten Kenntnis der lokalen Lieferanten übernehme ich persönlich die Beschaffung und Bestellung dieser Materialien.

Für die erste Phase des Projekts haben wir belastbare Belege, dass wir sowohl die Kapazität als auch die notwendigen Ressourcen besitzen, um diese erfolgreich umzusetzen. Tatsächlich läuft die Entsalzungsanlage inzwischen mit voller Kapazität und unterstützt die Projektdurchführung wie geplant.

Derzeit sind einige private Entsalzungsanlagen in Gaza noch in Betrieb, allerdings nur mit eingeschränkter Kapazität aufgrund der anhaltenden Stromausfälle.
Diese Anlagen verkaufen Trinkwasser zu sehr hohen Preisen pro Kubikmeter, was es für viele Familien – insbesondere für Binnenvertriebene (internally displaced people, IDPs) – unerschwinglich macht.

Im Gegensatz dazu stellt unser Projekt kostenlose Wasserlieferungen per Tankwagen für eine Vielzahl von IDP-Unterkünften bereit. Dies ist besonders wichtig, da sich die meisten Vertriebenen nicht einmal einen 20-Liter-Kanister Wasser leisten können, angesichts der hohen Marktpreise.

Unser Projekt gewährleistet eine unterbrechungsfreie, kostenlose Wasserversorgung für diese Unterkünfte, ohne Kosten oder Verzögerungen für die Begünstigten. Darüber hinaus stellt es derzeit eine der zuverlässigsten und nachhaltigsten Wasserquellen in den von uns versorgten Gebieten dar – aus mehreren oben genannten Gründen.

Zudem arbeiten zwar einige private Entsalzungsanlagen und Wassertankwagen mit großen NGOs zusammen, doch ist ihre Reichweite sowohl in der Kapazität als auch geografisch begrenzt. Diese Bemühungen konzentrieren sich oft auf bestimmte Gebiete, während unser Projekt gezielt Lücken schließt, indem es unterversorgte Regionen und Bevölkerungsgruppen erreicht.

Derzeit sind in Gaza-Stadt oder im nördlichen Gazastreifen keine großen Entsalzungsanlagen in Betrieb. Wie bereits erwähnt, sind nur wenige private Entsalzungsanlagen funktionsfähig, aber ebenfalls nur mit eingeschränkter Kapazität aufgrund der massiven Stromknappheit. Diese privaten Anlagen können den Wasserbedarf in den von uns versorgten Regionen nicht decken.

Die einzige öffentliche Entsalzungsanlage wird von den zuständigen Behörden betrieben und arbeitet ebenfalls nur eingeschränkt. Entscheidend ist: Sie stellt kein Wasser kostenlos bereit, sondern verkauft es hauptsächlich an NGOs, die im Süden des Gazastreifens tätig sind. Sie versorgt nicht die nördlichen Regionen, auf die sich unser Projekt konzentriert.

Dies macht unser Projekt entscheidend und hochrelevant, da es eines der wenigen – wenn nicht sogar das einzige – Vorhaben ist, das IDPs und gefährdeten Gemeinschaften im Norden von Gaza kostenlosen, zugänglichen und nachhaltigen Zugang zu Wasser ermöglicht.

Der starke Anstieg der Preise für Wasser und Lebensmittel in Gaza ist in erster Linie auf extreme Ressourcenknappheit und den vollständigen Importstopp seit dem 7. Oktober zurückzuführen. Da keine Waren mehr in den Gazastreifen gelangen, ist die Verfügbarkeit lebenswichtiger Güter – darunter Trinkwasser und Grundnahrungsmittel – drastisch zurückgegangen.
Diese Knappheit hat zu einer beispiellosen Preisexplosion geführt, wodurch viele Familien sich die Grundversorgung nicht mehr leisten können.

Bei Gemüse ist die Lage besonders dramatisch – insbesondere in Gaza-Stadt und den nördlichen Gebieten, wo die meisten landwirtschaftlichen Flächen aufgrund von Unsicherheit und Zerstörung nicht mehr genutzt werden.

Zurzeit sind nur wenige Felder im Süden des Gazastreifens noch in eingeschränkter landwirtschaftlicher Nutzung, die jedoch nur ein sehr begrenztes Angebot an Gemüse hervorbringen.

Darüber hinaus wird keinerlei Gemüse oder andere Lebensmittel von außerhalb des Gazastreifens importiert, was die Ernährungskrise weiter verschärft.

Die Kombination aus unterbrochenen Lieferketten, eingeschränkter Produktion und fehlenden Importen hat dazu geführt, dass die lokalen Märkte nur noch äußerst wenige Waren anbieten – und die Preise auf ein Niveau gestiegen sind, das sich viele Menschen nicht mehr leisten können.“

 

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Dir gefällt unsere Arbeit? Wir freuen uns, wenn du uns mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützt.

IBAN: DE41 6509 1040 0086 9710 00
BIC: GENODES1LEU

Danke!

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Ankündigungen

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Gemeinsam praktizieren wir die speziellen Techniken, die Shrii P. R. Sarkar gegeben hat, um ein Sadvipra zu werden – dazu gehören:

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