Wie Gedanken Krebs verursachen können
Als „psychosomatisch“ werden reale körperliche Beschwerden bezeichnet, bei denen keine körperlichen Ursachen ausgemacht werden können. Solche Beschwerden entspringen demnach der Psyche, also den Gefühlen und Gedanken der Betroffenen.
Doch wie genau funktioniert das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist? Wieso ist es möglich, dass Gedanken Krankheiten wie Bluthochdruck, Verdauungsprobleme oder gar Krebs hervorrufen?
Der Geist: Die Schaltzentrale aller Lebewesen
Als Menschen sind wir Lebewesen. Teil unseres Wesens ist es, leben zu wollen, oder besser vielleicht: überleben zu wollen.
Diese Eigenschaft teilen wir mit allen Lebewesen, und wie alle Lebewesen bildet jeder von uns eine eigenständige Einheit. Wir können weitgehend unabhängig von unserer Umwelt handeln. Gleichzeitig verändert sich unsere Umwelt ständig, unabhängig von uns.
Um zu leben oder zu überleben, müssen wir uns ständig auf wechselnde Umweltbedingungen einstellen.
Wird es kalt, müssen wir für Wärme sorgen, ist ein anderer Verkehrsteilnehmer unachtsam, müssen wir ihm womöglich ausweichen, und wenn es regnet, müssen wir uns davor schützen, nass zu werden.
All dies wird von unserer Psyche gesteuert.
Wird es kalt, erhält unser Gehirn Signale von unserer Haut und entscheidet dann, manchmal bewusst, manchmal unbewusst, mit welcher Strategie das Problem gelöst werden soll.
Meistens werden wir, je nach Situation, entweder die Heizung aufdrehen oder uns wärmer anziehen. Wir als abgeschlossene, psycho-physische Einheiten müssen für diese Lösungen sehr wenig Energie aufbringen, und wir bevorzugen sie daher.
Doch was, wenn beides nicht zur Verfügung steht?
Hier verfügt der Körper über weitere Möglichkeiten, die der Geist aktivieren kann. Wer einmal in eisiger Kälte ohne Handschuhe Sport getrieben hat, kennt vielleicht folgendes Phänomen: Zuerst fühlen sich die Hände kälter und kälter und dabei schmerzhafter und schmerzhafter an. Doch gerade wenn der Schmerz kaum noch aushaltbar scheint, geschieht etwas Verblüffendes: Die Hände färben sich sehr schnell rot, erwärmen sich und hören auf zu schmerzen.
Was ist passiert?
Das Gefühl beinahe unerträglichen Schmerzes an den Händen ist eine Art, wie unser Unterbewusstsein uns mitzuteilen versucht: „Was du hier machst, ist gefährlich! Zieh dir Handschuhe an oder geh ins Warme!“
Unser Unterbewusstsein signalisiert uns eine Grenze. Indem wir uns bewusst über sie hinwegsetzen, signalisieren wir dem Unterbewusstsein zurück: „Was du gerade möchtest, ist nicht möglich.“ Ob dahinter eine bewusste Entscheidung oder eine reale, lebensbedrohliche Situation steht, ist dem Unterbewusstsein egal. Es nimmt lediglich wahr: „Die Hände sind gefährlich unterkühlt. Ändert sich das nicht schnell, drohen lebensgefährliche Folgen.“
Und das ist wahr. Eine zu starke Unterkühlung könnte die Hände dauerhaft schädigen und damit unsere Überlebenschancen langfristig reduzieren. Oder wir werden real von einer Erfrierung bedroht, wobei hinzu kommt, dass unsere Hände funktionieren müssen, damit wir die Situation lösen können.
Unsere Psyche schaltet in dieser Situation vom „Energiesparmodus“ („Zieh dir was an!“, „Geh nach Hause!“) um in den „Koste-was-es-wolle“-Überlebensmodus und erhöht den Blutfluss in unsere Hände deutlich. Warmes Blut fließt dann aus unserer Körpermitte in unsere Hände und wärmt diese auf. Gleichzeitig kommt nun viel mehr „ausgekühltes“ Blut von den Händen zurück in die Körpermitte, wo es unter Energieaufwand aufgewärmt werden muss.
Am Beispiel kalter Hände wird deutlich: Unsere Psyche verarbeitet die Reize aus unserer Umwelt und wägt ab, ob und wie viel Energie der Körper zu deren Bewältigung aufbringen soll und welche biologischen Programme dem Körper dabei zur Verfügung stehen.
Der Mensch ist ein geistiges Wesen
Archaische, direkt mit dem Überleben verbundene Situationen erleben wir heute nur noch selten. Die zum Überleben in harten Bedingungen notwendigen biologischen Programme sind jedoch noch in uns angelegt. Mehr noch: Sie sind tief mit unserer körperlichen und geistigen Struktur verwoben.
Ich denke sogar, dass täglich solche biologischen Programme in uns ablaufen.
Ein lauter Knall. Das Unterbewusstsein meldet: „Gefahr, sei aufmerksam!“, und wir beginnen, uns nach der Ursache für den Knall umzuschauen oder darüber nachzudenken, was ihn wohl ausgelöst haben könnte. Gleichzeitig erhöht das Unterbewusstsein schon mal unseren Puls, damit wir, sollte sich eine Gefahr bestätigen, schnell durch Flucht oder Angriff reagieren können (im Sinne von „das Problem angreifen oder angehen“, nicht unbedingt durch Kampf oder Gewalt).
Meistens bemerken wir nach einer Weile etwas wie: „Ah, der Nachbar hat mal wieder die Mülltonne zugeknallt“, „Ah, die Katze hat eine Porzellanschüssel vom Tisch geworfen“ oder nach einer Weile auch: „Ok, ich bin mir zwar nicht sicher, was es war, aber es hat nur einmal geknallt und es scheint alles ok zu sein.“
Nach dieser Erkenntnis entspannen wir uns, unser Unterbewusstsein meldet: „Alles ok“, und unser Puls verlangsamt sich.
Was aber, wenn wir vielleicht besonders ängstlich sind oder vielleicht sogar unter einer psychischen Störung leiden?
Eine Person könnte einen lauten Knall wahrnehmen, bei dem sie die Ursache nicht ausmachen kann, und sich noch Tage, Wochen oder sogar Monate später fragen: „Was war dieser Knall? Vielleicht ist eine tragende Struktur meines Hauses in der Wand kaputt gegangen, die ich aber nicht sehen kann. Vielleicht stürzt mein Haus jeden Moment zusammen!“
Wenn eine solche Person von dieser Möglichkeit überzeugt ist, wird das Unterbewusstsein den Körper in erhöhter Alarmbereitschaft halten. Der Puls bleibt dauerhaft erhöht und wahrscheinlich zeigen sich auch einige der sehr gut bekannten Symptome von sogenannten Tachykardien, also einem dauerhaft hohen Puls. Zu den Symptomen gehören Herzpochen, Schwindel, Atemnot, Schweißausbrüche, Angst oder Brustschmerzen.
Ein Schulmediziner wird in solchen Fällen eine Reihe von vorwiegend physischen Maßnahmen empfehlen, die von kaltem Wasser über starke Medikamente bis hin zu aufwendigen Operationen wie Kathetern oder Implantaten reichen, im vorliegenden Fall aber bestenfalls die Symptome lindern können.
Eine Heilung der Tachykardie eines solchen Patienten findet statt, indem sie oder er zu der Überzeugung gelangt, dass das Haus nicht vom Einsturz bedroht ist.
Wir Menschen sind hauptsächlich mentale Wesen. Unsere Gedanken bilden unsere Realität, und unser Unterbewusstsein passt unsere körperlichen Vorgänge an diese Realität an.
Gefahren und Nutzen
Nicht alle Krankheiten sind fehlerhaften psychischen Ursprungs, wie oben beschrieben. Häufig funktionieren unsere biologischen Programme auch genau so, wie sie sollen.
Ursachen körperlicher Krankheiten können auch tatsächliche Umweltbelastungen sein, wie etwa Luftverschmutzung oder gar Rauchen. Hier nimmt das Unterbewusstsein eine zu geringe Aufnahme von Sauerstoff aus der Lunge wahr, da diese verschmutzt ist, und reagiert mit der Bildung neuer Zellen innerhalb der Lunge, um die Aufnahmekapazität zu steigern.
Hält die Belastungssituation, also die Luftverschmutzung oder das Rauchen, an, werden weiter und weiter neue Lungenzellen gebildet, bis es schließlich zum Lungenkrebs kommt. Hier aktiviert die Psyche das biologische Programm korrekt und sichert so unser Überleben. Der Tumor ist das Ergebnis einer überfordernden Umweltsituation, nicht von einem rein gedanklich existierenden Problem.
Wer also unter Beschwerden leidet, sollte immer tatsächliche, körperliche Belastungen als Ursachen erwägen. Oft ist ein reiner Gedankenwechsel nicht zur Heilung ausreichend. Offensichtlich ist das zum Beispiel bei Wunden und Knochenbrüchen. Man sollte also nicht leichtfertig agieren und auch schulmedizinische Ansichten und Therapien erwägen.
Gleichzeitig bietet diese ganzheitliche Sicht auf die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist zusätzliche Lösungsansätze. Häufig stellen sich besonders bei langwierigen und komplexeren Krankheiten hauptsächlich psychische Umstände als Ursachen heraus.
Hinter abstrakten und schwer begreiflichen Begriffen wie „Lebensenergie“ versteckt, bilden die hier beschriebenen Mechanismen bereits die Grundlage der Homöopathie, die im Wesentlichen versucht, durch verschiedene Maßnahmen biologische Programme zu aktivieren oder abzuschalten. Wer Homöopathie kennt, der weiß, wie schwer sie oft anzuwenden ist.
Die hier beschriebenen Erkenntnisse entstammen weitgehend der sogenannten „Neuen Germanischen Heilkunde“ von Dr. med. Ryke Geerd Hamer, bei der es sich meiner Ansicht nach im weiteren Sinne um eine Weiterentwicklung der Homöopathie handelt.
Dr. Hamer hat fantastische Arbeit darin geleistet, viele biologische Programme zu kategorisieren und geistige Konflikte direkt mit körperlichen Symptomen in Verbindung zu setzen.
Für spirituelle Aspiranten, für die gute anatomische und psychologische Kenntnisse äußerst hilfreich sind, bietet Dr. Hamers umfangreiche Forschung ein Fenster, um tief in die inneren Vorgänge von Körper und Geist zu blicken und sich selbst sehr viel besser kennenzulernen.
Fragen und Anregungen zu meinen Artikeln gerne über Telegram an @dharmendra_deva.
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