Wie man mit winzigen Helfern Menschen kontrolliert
Ganz am Anfang meines spirituellen Weges, ja sogar am allerersten Tag, brannte sich ein Bild in mein Gedächtnis, das mir bis heute sinnbildlich für unsere Gesellschaft scheint.
In einer Dokumentation über die Geschichte des Yoga wurde eine uralte, mit verschiedenen Darstellungen verzierte Tempelwand in Indien gezeigt. Eine dieser Darstellungen zeigte einen Kreis von Mäusen, in deren Mitte eine Katze auf zwei Beinen tanzt. Offenbar waren die Mäuse so eingenommen vom Schauspiel der Katze, dass sie völlig vergaßen, wen sie da wirklich bewunderten.
Wie schon die indischen Weisen vor tausenden von Jahren sehe ich, wie auch heute noch verschlagene Katzen riesige Anhängerschaften – mit die größten der Welt – um sich scharen, die selbst für die offensichtlichsten Warnsignale blind zu sein scheinen.
Wie also gelingt diesen Katzen ihr Zauber? Was ist ihr Geheimnis?
Die Kraft der Vorstellung
Stellen wir uns eine Welt vor, in der Katzen Raumschiffe bauen. Eine äußerst reiche Katze fängt nun an, offen von der Besiedelung der Sterne zu träumen. Sie tritt immer und immer wieder öffentlich auf und sagt: „Liebe Freunde, die Zukunft kann wunderbar werden! Hier auf unserem Planeten ist unsere Zukunft in Gefahr, aber auf uns warten die Sterne! Ich will all mein Geld nutzen, um die Zukunft von euch Mäusen zu sichern!“
Zuerst sind die Mäuse skeptisch, doch dann entwickelt die Katze mithilfe ihres Geldes ein einfaches Raumschiff. Es kann eigentlich nichts Besonderes, nichts, was Raumschiffe nicht schon seit langer Zeit können. Aber es ist eindrucksvoll.
Statt auf einer langweiligen Startbahn startet das Raumschiff der Katze nun von einem Schiff im Ozean aus. Beeindruckend! Doch laut der Katze ist das Schiff nicht nur viel cooler, sondern auch noch viel besser für die Mäuse. Raumschiffe sind doch so unendlich laut, wenn sie starten! Auf dem weiten Ozean wird niemand mehr gestört. Toll! Ein Held!
Über die vielen, weit entlegenen Orte auf dem Festland, die sich aus Sicht des Lärmschutzes genauso für den Start von Raumschiffen eignen würden, spricht die Katze nicht.
Muss sie auch nicht. Die Mäuse sind schließlich begeistert. Und wenn doch mal eine kritische Frage kommt, ist das für die Katze kein Problem. Sie erfindet einfach eine Antwort, wie zum Beispiel: „In der Wüste zu bauen ist wirklich dumm! Der Sand macht die hyperkomplexen Antriebe von Raumschiffen kaputt. Ihr versteht das vielleicht nicht, aber ich schon. Um es zu vereinfachen: Sand bleibt einfach liegen. Wasser hingegen fließt von selbst wieder weg. Das ist VIEL günstiger!“
Die Katze weiß genau, dass sie sich das erlauben kann. Schließlich hat sie fast immer die Aufmerksamkeit der Mäuse. Eine kritische Maus bekommt einen Moment im Rampenlicht, der Katze gehört die Bühne.
So beherrscht die Katze die Gedanken der Mäuse. Sie malt ständig neue Ideen und Bilder in die Köpfe der Mäuse, die deren Herzen berühren. Dabei liefert sie gerade genug reale, überprüfbare Ergebnisse, damit die Blase aus Träumen nicht an der harten Nadel des Verstandes zerplatzt.
So tanzt die Katze dahin und verzaubert die Mäuse mit ihren Visionen.
Doch allein könnte sie das nicht. Sie braucht Hilfe.
Wie aus Visionen Gefühle werden
Der Bann der Katze beruht auf ihrer Fähigkeit, die Gefühle der Mäuse zu lenken. Doch wie kann sie sich sicher sein, dass die Mäuse fühlen, was sie sollen?
Hier kommen die kleinsten denkbaren Lebewesen ins Spiel. Sie sind die Agenten der Zwischenwelt, die aus Dingen Gedanken machen und aus Gedanken Dinge. Diese kleinsten Kleinstlebewesen heißen Mikrovita. In einem früheren Artikel habe ich bereits beschrieben, wie Mikrovita aus unserer Außenwelt in uns hineinströmen und unser Innenleben so formen, dass wir uns bestmöglich in unserem Leben zurechtfinden können.
Dabei zeigte ich an einem Foto eines aggressiven Hundes, wie dessen Anblick Gefühlsregungen, wie etwa Angst, in uns auslöst und uns so dazu bewegt, einer möglicherweise lebensgefährlichen Situation zu entgehen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass Veränderungen in der äußeren Welt zu inneren Veränderungen führen. Die Vermittler oder Agenten, die die inneren und äußeren Welten miteinander verbinden, sind Mikrovita.
Über Mikrovita wissen wir leider noch nicht sehr viel. Sie sind ein wenig mysteriös. Was wir jedoch wissen, ist, dass es sie geben muss, denn wo Aktion und Reaktion klar erkennbar sind, muss es auch eine Verbindung zwischen beiden geben. Die Theorie der Mikrovita wurde unter anderem entwickelt, um die Lücke zwischen materieller und geistiger Welt zu schließen und eine vereinheitlichte Lebensrealität aus Körper, Geist und Seele zu erschaffen und verständlich zu machen.
Um diesen Text kurz zu halten, beschränke ich mich auf diese Erklärungen zu Art und Wesen der Mikrovita. (Mehr zu Mikrovita hier Wie wir unsere Umwelt erfühlen oder hier Agenten des kosmischen Gleichgewichts.)
An dieser Stelle genügt es, sich vorzustellen, dass von allen Objekten, egal ob materiell oder geistig, stets Mikrovita ausströmen und in und durch andere Objekte hinein- und hindurchfließen.
Die dunkle Magie unserer Katze besteht nun vor allem darin, Ideen, Gedanken und Visionen – allgemein gesprochen also mentale Objekte – in die geistigen Körper (auch Psyche genannt) der Mäuse zu säen und dort zu nähren und zum Wachsen anzuregen.
Sind die mentalen Objekte der Katze erfolgreich in die geistigen Körper der Mäuse eingepflanzt, verströmen auch sie Mikrovita. Diese fremden mentalen Gewächse sind geistige Parasiten. Sie binden geistige Energie, zum Beispiel Aufmerksamkeit, ihres Wirts und versprühen dabei immaterielle Wesen – also Mikrovita –, die das körperliche und geistige Innenleben von Infizierten zu deren Nachteil beeinflussen.
Die Macht geistiger Parasiten
Ein Befall mit geistigen Parasiten ist oft sehr schwer zu erkennen. Steht ein zähnefletschender Hund vor uns, wissen wir sofort, dass unsere Angst von außen ausgelöst wird. Geistige Gewächse schlagen ihre Wurzeln jedoch tief bis in unsere eigene Identität hinein. Während ein aggressiver Hund physikalisch messbare Signale, wie etwa lautes Bellen, von sich gibt, mit deren Hilfe die Mikrovita übertragen werden, sind Mikrovita, die von geistigen Objekten ausgehen, deutlich feiner und flüchtiger.
Schon der Ursprung dieser feinen Mikrovita, also ein mentales Gewächs, ist mit physikalischen Messinstrumenten oder auch unseren Sinnesorganen nicht erfahrbar. Mentale Objekte haben keine oder nur eine sehr schwer nachweisbare objektive Existenz. Sie existieren vornehmlich oder sogar ausschließlich subjektiv.
Das Subjekt aber sind wir selbst. Ein Subjekt kann Objekte relativ leicht von sich selbst unterscheiden und damit als Ursache bestimmter Wirkungen ausmachen. Viel schwieriger ist es jedoch für ein Subjekt, etwas als losgelöst von sich selbst zu betrachten, das nur innerhalb der subjektiven Wahrnehmung existiert.
Noch schwieriger ist es, rein geistige Mikrovita zu erkennen. Sie vermitteln Aktion und Reaktion zwischen mentalen Objekten und müssen daher durch die Grenzen jener Objekte hindurchschlüpfen können. Sie müssen also noch feiner sein als die rein mentalen Objekte selbst ohnehin schon sind.
Wir halten geistige Parasiten dieser Art leicht für uns selbst. Daher sind sie so mächtig. Die Mäuse sehen die Katze nicht als Gefahr, weil sie denken, dass die Gedanken, die die Katze ihnen eingepflanzt hat, von ihnen selbst stammen.
Das Gegenmittel
Wirklich wirksam ist gegen geistige Parasiten nur, sie als solche zu erkennen. Diese Fähigkeit entwickeln wir zum Beispiel durch regelmäßige Meditation, in der wir lernen, uns selbst von den geistigen Objekten in uns, ja sogar von unserem Geist selbst, zu unterscheiden.
So lösen wir das Problem langfristig auch auf gesellschaftlicher Ebene. Ist unser kollektives geistiges Immunsystem erst einmal stark genug, haben verschlagene Katzen keine Chance mehr.
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