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Wie Verschwörungen wirklich funktionieren

Die kürzlich veröffentlichten Epstein-Dokumente belegen einmal mehr, wie umfassend und tiefgreifend geheime Netzwerke von Machteliten die Weltgeschehnisse beherrschen.

Im Kern geht es diesen Netzwerken stets vor allem darum, ihre Macht und ihren Reichtum möglichst bis ins Grenzenlose auszuweiten. Selbst die (zweifelhafte) Nummer Eins zu sein ist in diesen Kreisen nicht genug, denn spätestens dann geht es darum, den eigenen Status zu verteidigen – am besten, indem man seinen Abstand zur Nummer Zwei vergrößert.

Die Kosten dieses menschenunwürdigen Spiels der Machteliten trägt vor allem die einfache Bevölkerung. Wie ist es also möglich, dass eben jene leidtragende, überwältigend große Mehrheit der Menschheit dieses Spiel auf ihre Kosten nicht durchschaut?

Oder anders: Wie können Verschwörungen dieses Ausmaßes geheim gehalten werden?

Blicken wir dazu, ohne dabei etwas verharmlosen zu wollen, durch die Brille der Spieltheorie.

Das Spiel des Lebens und sein Ziel

Für uns Spiritualisten ist der größte Gewinn, den wir im Spiel des Lebens erreichen können, ein innerer Zustand. Wir verstehen, dass Zufriedenheit letztlich nur aus uns selbst entspringen kann, und erlangen so die absolute Freiheit – die Freiheit, unser eigenes Befinden jederzeit selbst zu bestimmen.

Materialisten müssen leider ohne diesen Luxus leben.

Sie sind davon überzeugt, dass ihr eigenes Wohlbefinden von äußeren Zuständen abhängt. Sie glauben, sie brauchen Macht, Ansehen und Reichtum, um selbst glücklich zu sein. Dabei bemerken sie nicht, wie ihre eigenen grotesken Grenzüberschreitungen aufzeigen, wie falsch sie damit liegen.

Wer glaubt, durch einen Verlust in der Außenwelt ins Unglück zu stürzen, spielt das Spiel des Lebens mit dem Ziel, möglichst viel Kontrolle über die Außenwelt zu erlangen. Reichtum und Macht werden zum höchsten Gewinn.

Schummeln kann sich lohnen

Spieltheorie beschäftigt sich mit der Frage, wie sich rationale Spielteilnehmer in gegebenen Situationen verhalten werden, um zu gewinnen. Um diese Frage zu beantworten, kommt es neben den Spielzielen vor allem auf die Spielregeln an.

Wie also lauten die Regeln des Spiels des Lebens?

Grob können wir diese Regeln in zwei Arten unterteilen: Erstens die Gesetze der Natur, an die wir alle gebunden sind. Dazu gehören grundsätzliche Realitäten wie der Kreislauf des Lebens, die Gesetze der Physik und Ähnliches. Und zweitens menschengemachte Gesetze. Dazu zählen neben Recht und Gesetz auch ungeschriebene Normen, Verhaltens- und Gewohnheitsregeln.

Gerne würde ich hier die Gesetze erster Art näher beleuchten, da uns diese Betrachtung direkt in den Bereich universeller moralischer Prinzipien führen würde, die den Fluss menschlicher Gedanken und Gefühle ähnlich berechenbar formen, wie die Grundkräfte der Physik den Pfad eines Teilchens, das sich seinen Weg durchs Universum bahnt. Doch das muss leider warten.

Hier möchte ich mich auf die Gesetze zweiter Art konzentrieren.

Über menschengemachte Regeln wie Recht und Gesetz, Normen oder Gewohnheiten können wir uns hinwegsetzen. Manchmal bringt uns das sogar einen Vorteil. Solange wir beim Schummeln nicht erwischt werden, ist Schummeln sogar der effektivste Weg, um in materialistischen Spielen zu gewinnen. Das Risiko dabei ist, erwischt zu werden.

In materialistischen Spielen geht es darum, ein Ziel in der Außenwelt zu erreichen. Im Schach möchte man zum Beispiel den König des Gegners schlagen und bei Prüfungen in der Schule die richtigen Antworten geben.

Wo es um das Erreichen äußerer Ziele geht, gibt es meistens auch einen Weg, zu betrügen, um die eigene Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Diesen Vorteil bezahlt man mit dem Risiko, erwischt zu werden, was meistens bedeutet, dass man das Spiel sofort verliert und oft noch weitere negative Folgen nach sich zieht.

Im spirituellen Spiel des Lebens funktioniert Schummeln übrigens nicht, doch dazu später mehr.

Bloß nicht erwischen lassen

Wo es um große Gewinne geht, ist die Konkurrenz meist enorm. Das gilt auch, wenn es um die höchsten, wohlhabendsten und mächtigsten Positionen der Gesellschaft geht.

Sie sind der höchste Preis im materialistischen Spiel des Lebens und damit am härtesten umkämpft.

So wie es in Umfeldern höchster Leistung und Konkurrenz, wie etwa im Leistungssport durch Doping, immer wieder zu Betrugsfällen kommt, sollte es nicht verwundern, dass auch Machteliten Regeln brechen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Dabei ist es für sie überlebenswichtig, dass sie nicht entdeckt werden.

Das führt zu einem Dilemma, denn um im materialistischen Spiel des Lebens wirklich erfolgreich zu sein, ist man auf Verbündete angewiesen. Wer sich jedoch nicht an die Regeln hält, ist in der Regel kein verlässlicher Partner.

Außer für jemanden anderen, der ebenfalls die Regeln bricht.

Zwei Betrüger ergeben aus spieltheoretischer Sicht ein ideales Paar, denn für beide sind die Kosten sehr hoch, den jeweils anderen zu verraten.

Doch das führt zu einem weiteren Problem: Verschwörungen sind sehr schwer zu koordinieren. Stets besteht die Gefahr, Beweise über geheime Abmachungen zu hinterlassen, wie etwa Gesprächsprotokolle oder andere Schriftstücke. Und je größer der Kreis der Verschwörenden wird, desto größer wird auch dieses Problem.

Einerseits wollen die Verschwörer möglichst viele Komplizen und sich untereinander bestmöglich organisieren, andererseits erhöht beides die Wahrscheinlichkeit, aufzufliegen.

Doch auch hierfür gibt es eine Lösung.

Die besten Verschwörungen sind unausgesprochene Verschwörungen

Unausgesprochene Verschwörungen kommen zustande, wenn die Ziele aller Verschwörer miteinander übereinstimmen. Ist das der Fall, so handelt jedes Mitglied unabhängig im Sinne der gesamten Gruppe, ohne dass eine ausdrückliche Absprache notwendig wird.

Das Ziel selbst, also eigentlich ein Gedanke, wird dann zum koordinierenden Faktor. Die Koordination wird sehr subtil, zwar negativ subtil, aber dennoch subtil. Ähnliches findet in vielen Bereichen statt. Meist ist diese gedankliche Koordination positiv und für Gemeinschaften auch natürlich.

In einer funktionierenden Familie treffen alle Mitglieder im Alltag unabhängig voneinander meist Entscheidungen, die anderen Familienmitgliedern zumindest nicht schaden. Das muss nicht explizit besprochen werden, es ist selbstverständlich. Der Gedanke, Teil einer Familie zu sein, genügt. Man ist aufeinander angewiesen und bildet eine Schicksalsgemeinschaft.

Das allein reicht meist aus, um sich untereinander zu koordinieren. Weitere Kommunikation ist nicht unbedingt notwendig, und oft ist den Beteiligten auch gar nicht bewusst, dass sie sich gerade koordinieren. Sie handeln intuitiv und von den tiefen Ebenen des Geistes gesteuert.

Auch Verschwörer bilden eine Schicksalsgemeinschaft. Sie koordinieren sich meist spurenlos.

So gelingt es selbst größten Verschwörungen, weitgehend unentdeckt zu bleiben.

Was ihnen jedoch nie gelingen kann, ist, im Spiel des Lebens tatsächlich zu gewinnen, denn in Wahrheit ist das große Ziel ein spirituelles Ziel, ein inneres Ziel.

Es geht darum, eins mit sich selbst zu sein oder zu werden, und jede Form von Betrug ist ein Betrug an sich selbst. Betrug erfordert stets, die eigenen Absichten zu verschleiern und anderes zu tun und zu sagen als das, was man wirklich denkt und fühlt.

So erzeugt man keine innere Einheit, sondern innere Gespaltenheit.

Eine echte, spirituelle Gesellschaft kennt daher keine Verschwörungen, zumindest nicht in großem Ausmaß.


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