Rentensystem

Für unsere immer älter werdende Gesellschaft gewinnt das Thema Rentenversorgung zunehmend an Bedeutung. Wie kann eine langfristig stabile Rente gesichert werden, auch wenn immer mehr ältere von weniger jungen leben müssen?

Die MENSCHLICHE WELT ihr Wahlprogramm um das Thema Renten erweitert und erläutert darin, wie eine Stabile Rente auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Auf der Webseite der Partei finden wir Folgendes:

Das Rentensystem basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Dieser Begriff bezeichnet etwas sehr Natürliches: Die arbeitende Generation versorgt die pensionierte und erhält dadurch den Anspruch im Alter durch die nachkommenden Generationen versorgt zu werden.

Dahinter steckt ein Prinzip, das wahrscheinlich so alt ist, wie die Menschheit selbst: Zuerst versorgen die Eltern ihre Kinder und später versorgen die Kinder dann ihre Eltern. Wie sollte es auch sonst sein? Schließlich stammen alle Güter von denjenigen, die arbeiten.

Der Generationenvertrag institutionalisiert dieses Prinzip auf gesellschaftlicher Ebene. Er eliminiert statistische Unwägbarkeiten und schafft damit Sicherheit und Planbarkeit für alle. Ohne den Generationenvertrag hängt die materielle Situation der Eltern direkt vom wirtschaftlichen Erfolg ihrer Kinder ab. Das führt dazu, dass manche Ältere – obwohl sie ihr leben lang hart gearbeitet haben – aufgrund von Ereignissen, für die sie nicht verantwortlich sind, in bitterer Armut leben müssen. Beispielsweise weil Kinder früh versterben, nicht arbeitsfähig sind oder sich von ihren Eltern abwenden.

Das umlagefinanzierte Rentensystem, basierend auf dem Generationenvertrag, entkoppelt die wirtschaftliche Situation der Eltern von der ihrer Kinder und macht sie stattdessen alleine abhängig von der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft und dem Beitrag, den sie während ihrer Lebensarbeitszeit für die Gesellschaft geleistet haben.

Damit folgt das umlagefinanzierte Rentensystem einem einfachen Prinzip: Entsprechend der individuellen Vierdienstbarkeit der Empfänger verteilt es, was es zu verteilen gibt. Produziert die Gesellschaft viel, erhalten die Rentner viel. Produziert sie wenig, gibt es auch wenig zu verteilen.

Gleichzeitig ist das umlagefinanzierte Rentensystem auch das effizienteste. Was rein kommt, wird durch den Staat – und ohne Gewinnabsicht – direkt wieder verteilt. Hier bleiben wenige Ressourcen im Rentensystem selber hängen und der ausgeschüttete Beitrag für die Rentner wird maximiert. Auch gibt es wenig Raum für Fehler, weil das System stets mit dem arbeitet, was ihm aus der Gesellschaft – entsprechend ihrer wirtschaftlichen Gesamtsituation zu fließt.

Anders verhält es sich bei der privaten Altersvorsorge. Hier sind die meisten Menschen auf Unterstützung von Finanzdienstleistern angewiesen, deren Vergütung die spätere Rente schmälert. Hinzu kommt ein großer Spielraum für Fehler durch falsch oder unglücklich gewählte Strategien zum Vermögensaufbau, die Investition in scheiternde Projekte oder Unternehmen oder die Wahl eines inkompetenten oder gar betrügerischen Finanzdienstleisters.

In gewisser Weise ist die private Altersvorsorge ein Rückschritt. Ähnlich wie Eltern, die von ihren Kindern abhängen, hängen Pensionäre dann von ihren Investitionen ab. Jeder ist für sich verantwortlich und statistische Risiken werden nicht eliminiert. Manch einer verliert sein Rentenvermögen dann unverschuldet.

Das beste System ist also die umlagefinanzierte Rente. Damit sie möglichst gut funktioniert gibt es ein paar Rahmenbedingungen:

  1. Je mehr Menschen sich an der umlagefinanzierten Rente beteiligen, desto besser.

 Daher sollten Selbständige, Politiker, Beamte und Angestellte alle in das gleiche System einzahlen.
  2. Die Verteilung der Güter sollte entsprechend der Leistung erfolgen, die während der Lebensarbeitszeit erbracht wurde.
  3. Eine würdevolle Grundsicherung sollte allen Rentnern garantiert werden. Würdevoll heißt, dass sie besondere Bedürfnisse, die sich aus dem fortgeschrittenen Alter ergeben, berücksichtigen muss und damit höher liegen kann, als die allgemeine Grundversorgung eines Landes.

Ein gutes Beispiel, dass dieses System funktioniert, ist Österreich. Dort liegt die monatliche Durchschnittsrente etwa 800€ höher als in Deutschland während die Mindestrente immer noch knapp 300€ höher ausfällt, als bei uns. Österreich folgt den obigen Prinzipien weitgehend.

 

Die Ansätze der MENSCHLICHEN WELT verzichten auf konkrete Versprechungen zum Wohlstandsniveau von Rentnern und Pensionären und besinnt sich stattdessen auf grundlegende Sachverhalte. Es ist nunmal eine unbestreitbare Tatsache, dass nur das verteilt werden kann, was vorhanden ist.

Kein Rentensystem kann sich hiervon lösen. Die Ansätze von MENSCHLICHE WELT zielen daher darauf ab ein System zu schaffen, dass die bestmögliche Versorgung garantiert. Unabhängig von – oder gerade im Einklang mit –  gesellschaftlichen Entwicklungen.

Unterstütze unsere Arbeit mit einer freiwilligen Zuwendung.

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