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Wie ethisches Verhalten deine spirituelle Erfahrung nährt.

Originaltext von Dharmendra Laur. Aus dem Englischen übersetzt. 

Schon als ich vor Jahren in der Schule zum ersten Mal mit Moral in Berührung kam, fand ich das Thema sehr interessant. Aber es hat mich auch verwirrt: Sind Gut und Böse eine rein subjektive Angelegenheit – nur persönliche Vorlieben? Gibt es einen eindeutigen Weg, um zu bestimmen, was gutes Verhalten ist und was nicht?

Ein paar Jahre später befand ich mich in den letzten Zügen meines inzwischen ziemlich nutzlosen Bachelor-Abschlusses in Physik. Zu dieser Zeit – vor etwa fünf Jahren – stieß ich zum ersten Mal auf ein uraltes System von zehn ethische Prinzipien namens Yama & Niyama. Damals war ich mit den Antworten, die die Physik lieferte, und mit der akademischen Welt im Allgemeinen ziemlich unzufrieden. Ich war auf der Suche nach Antworten, die ich zwischen Messungen und mathematischen Formeln nicht finden konnte.

Frei von Ballast

Da ich aus einem wissenschaftlichen und materialistischen Umfeld komme, waren Begriffe wie Seele oder Spiritualität nicht gerade mein Ding. Doch die vielen Beweise für die Wirksamkeit von Meditation machten mich neugierig. Kurzerhand beschloss ich, mindestens ein Jahr lang bei yogischen Mönchen zu leben, um deren straffer Routine und intensiven Praktiken so gut wie möglich zu folgen.

Jetzt, etwa fünf Jahre später, tue ich genau das immer noch. Um das Leben, das wir führen, in einem Satz zusammenzufassen: Wir meditieren viele Stunden am Tag und strukturieren unser Leben auf eine Weise, die dem spirituellen Fortschritt sehr zuträglich ist.

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass der wichtigste Einfluss auf die Qualität meiner Meditation darin besteht, meinen Geist leicht und frei von Ballast zu halten.

Was beim Meditieren oft übersehen wird.

Hier kommt Yama & Niyama, das uralte System der zehn moralischen Prinzipien, ins Spiel. Wenn ich es befolge, habe ich ein reines Gewissen und einen sorgenfreien Geist, der es mir vergleichsweise leicht macht, mich zu konzentrieren, wenn ich mich hinsetze und meditiere.

Ich finde, dieser Aspekt der Meditation wird relativ oft übersehen. Die meisten Menschen scheinen an Meditation zu denken, um ihr “gewöhnliches” oder “normales” Leben zu verbessern – ihr Leben außerhalb der Meditation. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass der umgekehrte Weg mindestens genauso wichtig ist. Wie ich lebe, hat einen dramatischen Einfluss darauf, wie viel Nutzen ich aus meiner Meditation ziehen kann, und das ist für mich ganz logisch.

Wenn ich meinen Fokus während der Meditation nach innen verlagere, konfrontiert mich mein Geist ganz natürlich mit den verschiedenen Gedanken, Emotionen, Erinnerungen usw., die zu diesem Zeitpunkt in meinem Geist relevant sind. Würde ich meinen Tag damit beginnen, ein Chaos in der Küche zu hinterlassen, und ihn fortsetzen, indem ich meinen Chef über den Fortschritt meiner Arbeit anlüge, nur um dann meinem Ehepartner ein falsches Spiel vorzuspielen, während ich gleichzeitig in einer Dating-App surfe, würde mein Geist sehr unruhig werden. Sobald ich mich zum Meditieren hinsetze, wäre ich mit einem wilden Cocktail aus schlechten Gefühlen wie Scham, Angst oder Zweifel konfrontiert.

Meine Meditation würde sich in eine unangenehme und scheinbar undankbare Erfahrung verwandeln.

Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass ich mir kaum eine Person vorstellen kann, die sich konsequent verdorben verhält und gleichzeitig eine beständige Meditationspraxis führt. Es mag zwar einige solcher Menschen geben, aber für die allermeisten scheint es ähnlich zu sein wie für mich. Der innere Frieden und das Glück, die ich mir von der Meditation erhoffe, lassen sich bei moralisch Verdorbenen einfach nicht finden. Oder zumindest ist es für sie sehr viel schwieriger.

Meine Meditation wird viel fruchtbarer und befriedigender, wenn ich mein Verhalten an der Moral ausrichte. Darin bin ich keineswegs perfekt, aber es reicht schon aus, wenn ich mich bemühe, es so gut wie möglich zu tun.

Schauen wir uns an, wie dieses System ethischer Prinzipien aussieht und wie ich es systematisch in mein Leben integriere.

Yama & Niyama

Jetzt wird es vielleicht ein bisschen trocken und technisch. Bleib trotzdem dabei, es lohnt sich!

Dieser Abschnitt enthält eine kurze Einführung in die zehn Prinzipien von Yama & Niyama. Ich werde ihre Sanskrit-Bezeichnungen verwenden: Ahimsa, Satya, Asteya, Brahmacharya, Aparigraha, Shaoca, Santosha, Tapah, Svadyaya, und Iishvara Pranidhana.

Ahimsa

Ahimsa bedeutet, keinem Lebewesen durch Gedanken, Worte oder Taten absichtlich Schaden zuzufügen. Selbstverteidigung ist gerechtfertigt.

Ich finde, dass Ahimsa in den meisten Fällen relativ einfach anzuwenden ist. Sicher, es gibt einige Grenzfälle. Wie man Moskitos zertritt, ist einer davon. Einerseits sind sie die Aggressoren, und zwar ziemlich lästige. Andererseits richten sie aber auch nicht viel Schaden an (zumindest dort, wo ich wohne). Schließlich folgen sie nur ihrem Instinkt.

Im Moment zögere ich nicht, ihr Leben zu beenden, wenn sie mich beißen. Wenn ich tagsüber eine finde, die friedlich an der Wand sitzt, fange ich sie normalerweise mit einem Glas und lasse sie im Garten frei.

Satya

Satya bedeutet wohlwollende Wahrhaftigkeit, wobei Wohlwollen einen größeren Stellenwert einnimmt als Wahrhaftigkeit.

In der Praxis würde das bedeuten, dass ich eine Frau, die an meine Tür klopft und mir sagt, dass sie von einem gewalttätigen Mann bedroht wird, hereinlasse, damit sie sich verstecken kann. Wenn ein paar Minuten später ein wütend aussehender Mann an meine Tür klopft und mich fragt, ob ich eine junge Frau vorbeigehen gesehen habe, würde meine Antwort zweifellos “nein” lauten. Dies würde nicht mit der faktischen Wahrheit (in Sanskrit “Rta” genannt) übereinstimmen, aber es wird mit Satya übereinstimmen, was wichtiger ist.
Das Wohlwollen überwiegt der reinen Wahrheit.

Asteya

Asteya bedeutet, nichts zu beanspruchen, was einem nicht rechtmäßig gehört.

Ich kenne das aus meiner Kindheit. Manchmal hat meine Schwester die Küche geputzt, während meine Mutter bei der Arbeit war. Wenn meine Mutter am Nachmittag zurückkam und die Küche sauber vorfand, kam sie zu mir und bedankte sich fröhlich für meine Arbeit. Je nachdem, ob meine Schwester in der Nähe war oder nicht, verhielt ich mich auffallend still. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich nicht unverdient das Lob meiner Schwester einheimsen . Auf jeden Fall.

Brahmacarya

Brahmacarya ist eine Praxis der Selbstsuggestion. Dabei stelle ich mir immer wieder vor, dass alles um mich herum letztlich ein Ausdruck unendlicher Freude ist. Diesen Gedanken täglich aktiv zu halten, hilft mir, mit den Geisteszuständen verbunden zu bleiben, die ich während der Meditation kultiviere.

Aparigraha

Aparigraha bedeutet, sich auf die minimalen Notwendigkeiten des Lebens einzustellen. Das passt gut zur modernen Minimalismus-Bewegung. Ein guter Ansatz ist es, sich ehrlich Fragen wie “Wozu brauche ich dieses Ding?” oder “Brauche ich es wirklich? zu stellen, und ihre Antworten in die Tat umzusetzen.

Die oben genannten fünf Prinzipien sind als Yama bekannt. Sie befassen sich hauptsächlich damit, wie man mit der äußeren Welt umgeht, um einen ausgeglichenen Geist zu erhalten, der frei von Sorgen ist.

Die nächste Gruppe von fünf Prinzipien wird Niyama genannt.

Niyama

Diese Grundsätze konzentrieren sich darauf, wie man sich in Bezug auf die innere, spirituelle Welt verhält.

Shaoca

Shaoca bedeutet Reinheit oder Sauberkeit.

Den Körper sauber zu halten, indem ich auf Hygiene und Ernährung achte, hilft mir, die Probleme, die von meinem Körper ausgehen, deutlich zu reduzieren.

Darüber hinaus gibt es auch geistige Sauberkeit. Ich achte sehr darauf, die Informationen zu kontrollieren, die ich in meinem Geist zulasse. Wenn es keinen praktischen Nutzen hat, mich mit negativen Dingen zu konfrontieren, versuche ich, sie einfach beiseite zu lassen.

Bei der geistigen Reinheit geht es auch darum, wie wir über uns selbst denken. Sind wir hart oder sogar gemein zu uns selbst, oder sind wir eher nachsichtig und wohlwollend? Wenn ich einen Fehler mache oder bei etwas versage, führt der Gedanke “Ich bin dumm” oder “Ich bin nicht gut genug” nur zu noch mehr Leid. Stattdessen versuche ich zu denken: “Ich habe mein Bestes gegeben, aber es ist nicht gut gelaufen. Was kann ich daraus lernen?”

Santosha

Santosha bedeutet, mit dem zufrieden zu sein, was man erhalten hat, ohne darum gebeten zu haben.
Wenn ich alles, was das Leben mir bietet, aktiv annehme, kann ich all die guten Dinge viel mehr genießen. Es hilft mir auch, lösungsorientiert zu bleiben, wenn mich etwas Schreckliches trifft. Auf diese Weise kann ich schlechte Dinge in Gelegenheiten zur Selbstentfaltung verwandeln.

Tapah

Tapah bedeutet, sich für das Wohl anderer einzusetzen, jedoch nicht blindlings.

Für Schüler ist das Lernen das wichtigste Tapah. Ich habe festgestellt, dass Tapah in den meisten Fällen eine gewisse Anstrengung bedeutet. Etwas Freizeit zu opfern, um einem Freund zu helfen, ist ein weiteres Beispiel für Tapah. Es weckt in mir den Wunsch, schwierige Herausforderungen anzugehen, und hinterlässt in mir das beruhigende Gefühl, etwas erreicht zu haben. Vielleicht genieße ich sogar den Gedanken, jemandem wirklich geholfen zu haben.

Svadyaya

Bei Svadyaya geht es darum, Schriften und philosophische Bücher zu studieren und sie zu verstehen.

Es geht darum, den Geist ständig mit erhabenen Konzepten und Ideen zu füttern, insbesondere mit solchen, die die Selbsterkenntnis fördern. Wenn ich dies regelmäßig tue, hilft es mir, inmitten der Hektik des Alltags ein gewisses Maß an geistiger Feinheit zu bewahren.

Iishvara Pranidhana

Iishvara Pranidhana bedeutet, fest an die Kraft des Bewusstseins zu glauben.
Während ich älter werde, macht mir das Leben immer wieder schmerzlich bewusst, wie wenig ich kontrollieren kann. Ständig passieren Dinge, und ich habe keine Macht, sie zu ändern, aber das stört mich nicht. Ich weiß, dass es eine Kraft gibt, auf die ich mich verlassen kann, egal was passiert.

Dieselbe Kraft, die dafür sorgt, dass ich weiter atme, während ich schlafe – auch wenn mein Ich-Gefühl und damit die Illusion der Kontrolle oder des Handelns während dieser Zeit außer Kraft gesetzt ist – leitet und unterstützt mich in jedem Moment und in jedem Atom meines Seins.

Ich kann diese Kraft nicht vollständig begreifen, aber ich weiß, dass sie da ist und dass sie mir hilft. Ich vertraue voll und ganz auf diese Kraft, ganz gleich, welche Freuden oder Schmerzen das Leben für mich bereithält. Ich nenne diese geheimnisvolle Kraft das höchste Bewusstsein.

Sie ist die Seele meiner Seele, das Herz meines Herzens, das Ziel hinter all meinen Zielen.

Moral aus Gewohnheit

Um aus ethischem Handeln eine Gewohnheit zu machen,  ist wenig Anstrengung nötig. Doch Beständigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg!

Jetzt wird es praktisch. So setze ich die obigen Prinzipien in meinem Leben um:

Jeden Tag, zu Beginn meiner Abendroutine, öffne ich auf meinem Computer oder Telefon ein Arbeitsblatt mit zehn Zeilen und 31 Spalten. Die Zeilen enthalten die Grundsätze, die Spalten die Tage eines bestimmten Monats. Jede Zelle beinhaltet ein angekreuztes Kästchen. Jeden Monat beginne ich mit der Erstellung eines neuen, leeren Arbeitsblatts, (siehe unten).

Die Vorlage für meine tägliche Auswertung

Der Einfachheit halber bewahre ich eine leere Vorlage zusammen mit allen früheren Arbeitsblättern in einem Cloud-Ordner auf, auf den ich von allen meinen Geräten aus zugreifen kann. Um sie mit Hilfe der Suchfunktion leicht zu finden, benenne ich sie nach Monat und Jahr, zum Beispiel “September 2021” oder “Mai 2019”.
Man kann sie auch ausdrucken. Das habe ich eine Zeit lang gemacht, aber letztendlich ist die digitale Version für mich praktischer.

Der Prozess

Wenn ich mich hinsetze, um meine Selbstanalyse zu machen, nehme ich mir zunächst ein wenig Zeit, um mich zu konzentrieren.

Vielleicht atme ich ein oder zwei Mal tief durch, bevor ich die Spalte für den jeweiligen Tag Zeile für Zeile durcharbeite. Bei jedem moralischen Grundsatz frage ich mich: Habe ich gegen ihn verstoßen? Ist das der Fall setze ich kein Häkchen. Wenn ich mich an ihn gehalten habe, gibt’s ein Häckchen.

So einfach ist das.

Ich kenne die Bedeutung aller Grundsätze auswendig, so dass der ganze Vorgang bei mir im Durchschnitt zwei Minuten dauert. Am Anfang kannst Du ein Blatt Papier oder eine Notiz-App verwenden, wo die genaue Bedeutung jedes Grundsatzes notiert ist.
Wenn du magst, kannst Du auch auf diesen Artikel zurückgreifen. Der gesamte Prozess muss nicht länger als zehn Minuten pro Tag dauern.

Es geht nicht darum, jede Handlung, die ich an diesem Tag unternommen habe, genau zu analysieren und zu bewerten. Wenn ich mich nur frage: “Habe ich heute Satya (wohlwollende Wahrhaftigkeit) beobachtet?”, dann kommen mir sofort ein oder zwei Erinnerungen in den Sinn, die in den meisten Fällen leicht zu beurteilen sind. Gelegentlich tauchen aber auch komplexere Fragen auf. Ich finde, dass es sehr aufschlussreich ist, über diese nachzudenken. Die zusätzliche Mühe lohnt sich.

Auf diese Weise betrachte ich jeden Tag mein Verhalten durch die Brille der Moral. Das hilft mir, meine Stärken und Schwächen zu erkennen und die ersteren auszubauen und die letzteren zu überwinden.

Ich möchte dich ermutigen, es auch einmal ernsthaft zu versuchen. Die Befolgung dieser moralischen Grundsätze fördert meine Meditation und steigert meine Lebensqualität, macht mich zu einem hilfreicheren Mitglied der Gesellschaft und letztlich zu einem besseren Menschen.

Wie eindeutig ist Moral?

Gibt es eine klare Antwort darauf, was gut und was schlecht ist?

Nachdem ich die Auswirkungen eines funktionierenden Moralsystems erfahren habe, stellt sich mir nicht mehr die Frage, ob gut oder schlecht subjektive Kategorien sind.

Für mich sind sie das nicht.

Ich betrachte die Moral als einen Kompass, der mir hilft, mich so zu verhalten, dass mein Geist nicht gestört wird, indem ich ein Minimum an Leid und ein Maximum an Freude für mich und meine Umgebung verursache.

Durch diese Sichtweise wird Moral zu einer reinen Sache von Ursache und Wirkung. Das wiederum ist nichts anderes als die wissenschaftliche Methode auf den Punkt gebracht. Mein jüngeres Ich würde das sicher nur ungern akzeptieren, aber für mein heutiges Ich ist es ganz klar geworden:

Moral ist eine Wissenschaft.

Wenn wir die Wirkungen kennen, die wir erreichen wollen, müssen wir nur noch die Ursachen ermitteln, die die gewünschten Ergebnisse bringen.

Aber ist das realistisch? Immerhin ist jeder Mensch einzigartig. In jedem Individuum können doch unterschiedliche Ursache-Wirkungs-Beziehungen im Spiel sein.

Das ist wahr. Richtig ist aber auch, dass wir alle viele Gemeinsamkeiten haben. Es gibt mehr Dinge, die uns vereinen, als solche, die uns trennen. Nicht weniger als 99,9% unserer DNS sind identisch. Unsere Körper haben ähnliche Bedürfnisse, und das Gleiche gilt für unseren Geist. Wir alle brauchen Unterkunft, Nahrung, Kleidung, Medizin und Bildung. Wir alle haben einen gemeinsamen Bauplan, eine gemeinsame Schablone, aus der alle Unterschiede hervorgehen.

Ja, wir sind alle einzigartig. Und doch sind wir uns so ähnlich, dass es eine Reihe von Grundsätzen gibt, die sowohl dein als auch mein Wohlbefinden verbessern, wenn wir sie befolgen. Für mich ist das so ähnlich wie bei den Pflanzensamen einer bestimmten Sorte, die alle die gleiche Menge an Wasser, Erde, Licht usw. benötigen, um zu sprießen. Und doch wird sich jede Pflanze, die aus diesen Samen wächst, von ihren Geschwistern unterscheiden.

Als Menschen gehören wir alle zur gleichen Art oder Klasse von Lebewesen. Es scheint ziemlich logisch, dass es eine Reihe von Verhaltensrichtlinien gibt, die sich positiv auf jeden auswirken, der sie befolgt.

Aber ist das nicht dogmatisch?

Nein, ich denke nicht. Yama & Niyama sagen mir nicht genau, wie ich mich in einer bestimmten Situation zu verhalten habe. Sie leiten mich dazu an, selbst zu beurteilen, was ich tun oder lassen sollte.

Sie geben mir eine Messlatte an die Hand. Wie ich die Messung durchführe, ist allein meine Sache. Dogmen zwingen den Geist in Denkweisen, die nicht in Frage gestellt werden können.

Yama & Niyama hingegen fordert mich heraus, die Realität um mich herum ständig zu bewerten und halten so meinen Geist in Bewegung. Für mich hat die Dynamik, die Yama & Niyama mit sich bringt, nichts mit der Statik zu tun, die Dogmen üblicherweise innewohnt.

Die Anwendung von Moral ist nicht einfach, aber eine Menge theoretischer Vorarbeit wurde bereits von anderen Seelensuchern in der Vergangenheit geleistet. Den Weg zu ebnen ist eine viel mühsamere Aufgabe, als in die Fußstapfen der Weisen zu treten, die vor uns kamen.

Zumindest das würde auch mein früheres Ich zugeben müssen. So bin ich jetzt also in der glücklichen Lage, diesen Beitrag in Frieden mit mir selbst zu beenden.

Möge das auch für dich der Fall sein.

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Hier zum Originaltext: 10 Yogic Guidelines that Greatly Improve my Meditation

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