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Wie wir unsere Gesundheit mithilfe der Ernährung in die Hand nehmen können.

„Eure Nahrung seien eure Medizin und eure Medizin eure Nahrung.“ 

Hippokrates von Kos zugeschrieben

Seit der Antike ist bekannt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielt. Das wird auch durch moderne Untersuchungen bestätigt; allerdings ist die Verwirrung bei vielen verschiedenen Ernährungstrends und einem Jungle an Informationen zu Ernährung im Internet häufig groß.

Ich möchte in diesem Artikel daher versuchen, etwas Klarheit zu schaffen. Konkret soll es um das Prinzip der Säure-Basen-Regulation im Körper gehen. Wer es wirklich versteht und zu nutzen weiß, kann damit zahlreiche Beschwerden und Krankheiten lindern oder sogar ganz in den Griff bekommen. 

Nach Albert Szent-Györgi, einem ungarischen Biochemiker, ist unser Körper „basisch in seinem Design und sauer in seiner Funktion.“ 

Damit ist gemeint, dass viele chemische Prozesse im Körper eine leicht basische Umgebung brauchen. Dennoch erzeugt insbesondere das Verdauungssystem eine Menge eine Säure.

Um zu verstehen, warum unser Körper eine überwiegend basische Ernährung am Besten verträgt, ist es nämlich wichtig zu verstehen, dass unser Körper Säuren und Basen stets von selbst reguliert. Beide sind immer vorhanden, müssen aber in einem Gleichgewicht sein. Dieser pH-Wert wird durch entsprechende Ionen (elektrisch geladene Teilchen) im Blut bestimmt.

Dabei ist es besonders wichtig, eine Sache festzuhalten: Es geht mit einer ‚basischen Ernährung‘ nicht darum, den pH-Wert im Blut signifikant zu erhöhen! Dies ist wegen der Autoregulation des pH-Wertes im Körper auch gar nicht möglich. 

Allerdings lässt sich schlicht feststellen, dass die moderne (westliche) Ernährungsweise ein Übermaß an säurebildenden Lebensmitteln mit sich bringt: viele tierische oder verarbeitete Produkte, Fast Food, Süßigkeiten und Snacks, Zucker, Weißmehl, Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Soft Drinks, aber auch Stress und belastende Emotionen tragen zu einer Übersäuerung des Metabolismus bei.

Eine solche Ernährungs- und Lebensweise belastet die natürlichen Regulationsmechanismen im Körper und führt letztlich dazu, dass die entsprechenden Organe überstrapaziert und damit anfälliger für Krankheiten werden.

Eine basische Ernährung ist also vor allem einfach verdaulich – und macht es unserem Körper möglichst leicht, die Balance von Säuren und Basen zu halten.

Das Schöne dabei: Diejenigen Lebensmittel, die eine überwiegend basische Wirkung auf den Körper haben (v.a. Früchte und Gemüse) haben zugleich die höchsten Konzentrationen von Mikronährstoffen wie Mineralien, Vitaminen, Antioxidantien und anderen Spurenelementen.

Im Folgenden ist ein kurzer Überblick, welche Lebensmittel eine basische oder säurebildende Wirkung im Körper haben.

Sehr basische Lebensmittel sind:

-Früchte (v.a. saftige Früchte mit wenig Stärke)

-Gemüse (insbesondere grünes Blattgemüse)

Im Mittelfeld sind:

-Nüsse und Saaten

-Hülsenfrüchte

-Honig

-Getreide (am besten bekömmlich sind Buchweizen, Hirse und Quinoa, ansonsten andere Vollkorngetreide)

Säurebildende Lebensmittel sind:

-gebratenes Gemüse

-Zucker

-Auszugsmehl

-Schwarzer Tee und Kaffee

Sehr säurebildend sind:

-frittierte Lebensmittel

-Fisch

-Fleisch

-Eier

Hinweis: Milchprodukte können individuell mehr oder weniger verträglich sein. Das hängt auch von der jeweiligen Kondition ab.

Der Großteil unserer Nahrung sollte also aus Obst und Gemüse bestehen. Das sorgt u.a. dafür, dass zelluläre Prozesse unterstützt werden, Enzyme in unserem Körper gebildet und aktiviert werden können, dass Proteinsynthese effizient stattfinden kann, die Masse von Knochen und Muskeln reguliert werden kann und unsere Niere in ihrer Arbeit unterstützt wird.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle betonen, dass neben der Ernährung auch andere Faktoren maßgeblich für unsere Gesundheit sind. Neben genug Sport und Bewegung ist es etwa wichtig, täglich eine großzügige Menge an Wasser zu trinken. Im Yoga kennen wir außerdem die vier Elemente der Yoga-Therapie, von denen die Ernährung eines ist.

Für die weitere Recherche zur basischen Ernährung möchte ich außerdem die folgenden Quellen empfehlen:

Empower Yourself the Alkaline Way – YouTube

https://liveenergized.com/alkaline-diet-scientific-proof/alkaline-diet-proof/

https://www.acidalkalinediet.com/

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0261561411000604

https://medlabdiagnostics.org/alkaline-diet/

1) https://flexikon.doccheck.com/de/S%C3%A4ure-Basen-Haushalt

2) https://liveenergized.com/alkaline-diet-scientific-proof/alkaline-diet-proof/

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