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Von Amitabha Achim Langer

Beim Aufräumen meines Schreibtisches ist mir ein Infozettel, den ich im Sommer 2020 verfasst habe, in die Hände gefallen.

Beim Verfassen des Textes, habe ich mir damals nicht vorstellen können, dass repressive Zustände tatsächlich so schnell zur Realität werden könnten und es möglich sei, eine Gesellschaft so rasant und so umfangreich zur Angst und Spaltung zu treiben. Unter anderem steht auf dem Flyer:

Was würden Sie tun,

…wenn es morgen eine Impfung gegen Covid19 gäbe?

…wenn der Impfstoff auch ohne Einhaltung vorschriftsmäßiger Vorgaben zugelassen würde?

…wenn es zur Pflicht würde, einen Nachweis über diese Impfung in Form eines Ausweises bei sich zu führen?

…wenn Personen ohne diesen Impfnachweis von ihren Arbeitsplätzen ausgesperrt würden oder von Reisen, Konzerten, Sportplätzen, öffentlichen Veranstaltungen, Gebäuden und Geschäften?

…wenn ein Digital-Minichip unter der Haut Pflicht würde, der diese und mehr Informationen über Sie enthält?

 

Fast alles davon ist inzwischen Wirklichkeit geworden. Wir alle machen gerade die Erfahrung, wie schnell Menschen so manipuliert und so geführt bzw. verführt werden können, dass diktatorische Zustände möglich sind.

Ich frage mich, wie konnte das passieren? Wie ist es möglich, dass andere Meinungen unterdrückt und zensiert werden, dass die Personen, welche diese Meinung vertreten, diskreditiert und mit staatlichen Repressionen verfolgt werden und dass wir alle unserer Freiheit und unserer Grundrechte beraubt werden? Und dies alles mit dem Argument, dass einem gefährlichen Virus begegnet werden müsse.

Hätte man statt Einschränkungen, Anordnungen und einer Impfpflicht nicht besser eine Empfehlung für Meditation und innere Einkehr erlassen sollen, um unsere Immunität zu stärken und den Ängsten vor Krankheit und Tod zu begegnen? Das wäre doch sicher sehr positiv gewesen.

Dazu möchte ich ein Zitat von Marc Aurel vorstellen, der von 121 – 180 n.Chr gelebt hat und 20 Jahre Kaiser des römischen Reiches war. Dieser Mann hatte Einsichten und Charaktereigenschaften, welche man heutzutage bei unserem regierenden Führungspersonal vergeblich sucht.

Einsamkeit suchen die Menschen auf ländlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen; und auch deine Seele sehnt sich immer lebhaft darnach. Doch einer wie beschränkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du doch, so oft du nur willst, dich in dich selbst zurückziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungestörtere Zufluchtsstätte, als die Menschenseele, zumal wenn sie in sich Eigenschaften birgt, deren Betrachtung eine harmonische Seelenstimmung hervorruft; diese aber kann nur aus edler Sittlichkeit entstehen. Recht oft drum gönne dir diese Seeleneinsamkeit, und verjünge dich so selbst.

Einfach aber und kurz seien die Grundsätze, die genügen werden, deine Seele heiter zu stimmen und dich, fern von allem Unwillen, wieder in die Welt zurückzubegleiten, die du ertragen musst. Worüber solltest du auch unwillig sein? Über der Menschen Schlechtigkeit? Aber denke doch an den Grundsatz, dass die vernünftigen Wesen füreinander geboren sind, dass Verträglichkeit ein Teil der Gerechtigkeit ist und dass die Menschen unfreiwillig fehlen und dann, wie viele händelsüchtige und argwöhnische, feindselige und hasserfüllte Menschen schon im Tode erstarrt und zu Asche geworden sind! Also, weg mit deinen Sorgen!

Aber vielleicht bist du unzufrieden mit dem Los, das dir des Weltalls Ordnung bestimmte? Denke da an die beiden Möglichkeiten: Entweder gibt es eine Vorsehung, oder alles ist nur ein Wirbel von Atomen; (…)

Aber dich belästigen vielleicht deines Leibes Beschwerden? Da musst du eben beherzigen, dass der denkende Geist, wenn er sich gesammelt hat und seiner Kraft sich bewusst geworden ist, von keinem sanften oder rauhen Windhauch der Sinnenwelt mehr berührt wird, und denke auch an alle anderen Sätze, die du über Lust und Leid gehört und dir angeeignet hast.

Aber am Ende treibt dich die Ruhmsucht in der Welt umher? Da sieh hin, wie schnell alles ins Grab der Vergessenheit sinkt, sieh hin auf den unermesslichen Abgrund der Zeit vor dir und nach dir, mache dir klar die Nichtigkeit des Lobgetöns, die Wandelbarkeit und Urteilslosigkeit derer, die dir Beifall klatschen, und die Enge des Raumes, der deinen Ruhm umfasst! Ist doch die ganze Erde nur ein Punkt im All, und welch kleiner Winkel auf ihr ist deine Wohnung? Und hier, wie viele sind es, die dich preisen und wer ist´s? Darum denke daran, dich in das Gebiet, das kleine, das du selbst bist, zurückzuziehen und vor allem: Zerstreue und überreize dich nicht, bleibe frei und sieh die Dinge an wie ein Mann, wie ein Mensch, wie ein Bürger, – wie ein sterbliches Wesen.

Unter den Wahrheiten aber, die du immer zur Hand haben solltest, merke dir vor allem zwei: Erstens, dass die Aussenwelt deine Seele nicht berühren kann, sondern immer unbeweglich draussen steht, also Störungen deines inneren Friedens nur aus deiner Einbildung entstehen, und zweitens, dass alles, was du siehst, sich gar schnell verändert und nicht mehr sein wird. Wie vieler Veränderungen Augenzeuge bist du nicht selbst schon gewesen? Die Welt ein ewiger Wechsel, das Leben ein Wahn!

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