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Hochmut kommt vor dem Fall.

Warum es weise ist, bescheiden zu sein.

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Die tantrischen Lehren Shivas, die dieser vor 7000 Jahren gegeben hat, berühren wesentlich das menschliche Dasein und sind damit zeitlos.

Der spirituelle Meister Shrii Shrii Anandamurti hat seine Lehren für die heutige Welt aufgearbeitet und durch seinen Kommentar verständlich gemacht.

Wir haben im Tageslicht bereits Artikel über über einige dieser Lehren Shivas publiziert, z.B. über Wut und Gier.

Hier schreibt Anandamurti zu Shivas Lehre über Hochmut:

 

Shrii Shrii Anandamurti bezeichnet Hochmut also als eine Art geistige Krankheit. Hochmütige Menschen verdrängen in ihrem Selbstwahn gerne die Realität. Dies illustriert Shrii Shrii Anandamurti mit einer Geschichte:

Zum einen also hat dieser Frosch eine recht schiefe Vorstellung davon, wie reich er wirklich ist. Zum anderen treibt ihn der Wunsch nach Respekt dazu, seinen kleinen Reichtum umso mehr zur Schau zu tragen.

Shrii Shrii Anandamurti erklärt weiter, dass dieses Verhalten letztlich dazu führt, sich selbst den Weg zu Wachstum und Entwicklung zu verbauen:

Erstens denken sie, dass sie, da sie so großartig sind, nichts mehr von anderen lernen müssen. Das hat zur Folge, dass ihr weiterer Fortschritt zum Stillstand kommt.

Zweitens vertreibt die arrogante Haltung dieser asmitá  [geistigen Schwäche] die bescheidene Psychologie des Lernenden aus ihrem Geist. Sie verlieren das Interesse daran, irgendetwas Nützliches zu lernen; so werden sie nicht nur in der Welt des Wissens, sondern auch in der Welt des Praktischen zu Außenseitern im Leben aufgrund ihrer geballten Unwissenheit.

 

Wer bescheiden ist, ist eher gewillt, eigene Fehler und Schwächen einzugestehen und diese zu korrigieren. Wer diese nicht sehen will oder kann ist dazu nicht in der Lage. Es ist also weise, bescheiden zu sein, um Unwissenheit zu überwinden und sich zu entwickeln.

Wer auf der anderen Seite überheblich ist, wird seinen Niedergang erfahren:

Es ist nicht so, dass eine solche Arroganz ihren Fortschritt einfach behindert. Der menschliche Geist ist, wie der menschliche Körper, dynamisch.

Niemand ist hierher gekommen, um zu verharren; jeder ist in Bewegung – denn Bewegung ist ein Muss. Wenn man sich also bewegen muss, der Weg des Fortschritts aber blockiert ist, ist man gezwungen, den Weg der Erniedrigung zu gehen. […]

Diese Arroganz, die sie dazu bringt, sich selbst zur Schau zu stellen und dabei alles andere zu vergessen, wird als ahaḿkára [Eitelkeit] bezeichnet. Die vorherrschende vrtti dahinter ist aham [ego]: “Ich bin alles, es gibt nichts jenseits und außerhalb von mir.”

Shiva hat die Menschen gewarnt, sich gewissenhaft von dieser gefährlichen Krankheit der Eitelkeit fernzuhalten, indem er sagte: Ahaḿkárah patanasya múlam [“Hochmut kommt vor dem Fall”].

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