Merkel Baerbock

Annalena Baerbock: Mit Merkels Unterstützung ins Kanzleramt?

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Während sich die Union bei der Frage der Kanzlerkandidatur tiefer und tiefer in einem Machtkampf verrennt, haben die Grünen ihre Kanzlerkandidatin heute ohne wahrnehmbare Streitigkeiten gekürt. Annalena Baerbock tritt an, um Merkel nach der kommenden Bundestagswahl abzulösen und hat dabei beste Aussichten auf das einflussreichste Amt im deutschen Staate.

Weshalb ich das glaube? Nun ja, da wäre zum einen die Mitgliedschaft Baerbocks in Klaus Schwabs Young Leaders Programm, in dem sich auch andere Illustre Namen finden, wie Beispielsweise: Jens Spahn, Emmanuel Macron oder auch Mark Zuckerberg.

Wer dort Mitglied ist, ist Teil der Elite und genießt die Unterstützung mächtiger Kräfte. Schließlich bekennt sich das Forum auf seiner Webseite dazu, im “Einklang mit der Mission des Weltwirtschaftsforums” die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor – zum Wohle der Allgemeinheit, versteht sich – voranzubringen. Das verwundert wenig, ist Klaus Schwab doch auch der Gründer eben dieses Weltwirtschaftsforums.

Anders ausgedrückt arbeitet das Young Leaders Programm im Interesse der mächtigsten Kaste dieser Zeit, den Wirtschaftseliten, daran der Wirtschaft mehr und mehr Einfluss in klassischerweise staatlichen Aufgabenbereichen zu verschaffen.

Die Mitgliedschaft Annalena Baerbocks bei den Young Leaders zeigt unmissverständlich, dass sie bereit ist im Interesse der Ultrareichen zu arbeiten. Damit ist ihr die Unterstützung der einflussreichsten Gesellschaftsschicht sicher. Das wird für reichlich gute PR von den Massenmedien sorgen, die eben diesen Wirtschaftseliten gehören. Einen Vorgeschmack, wie das wohl aussehen könnte, lieferte der YouTuber Rezo bereits zur Europawahl 2019 mit seinem viralen Hitvideo “Die Zerstörung der CDU”.

Hinzu kommt, dass Merkel durch ihr Handeln gerade den Eindruck erweckt, die Chancen für die Union bei der kommenden Wahl möglichst weit zu verringern.

Für sie wäre es ein Leichtes, den Führungsstreit zwischen Armin Laschet und Markus Söder zu einem schnellen Ende zu verhelfen. Stattdessen sieht sie tatenlos zu, wie sich beide (und mit ihnen die Union) mehr und mehr selbst diskreditieren. Ob gewollt oder ungewollt, so erhöht sie die Wahrscheinlichkeit einer grünen Kanzlerschaft deutlich.

Mir scheint es unwahrscheinlich, dass diese beiden Umstände zufällig zusammenkommen. Baerbocks Unterstützung durch die Ultrareichen und Merkels Handeln im Bezug auf die K-Frage signalisieren mir, dass die tonangebenden Kräfte dieses Landes Baerbock als Kanzlerin favorisieren und die Wahl Joe Bidens hat eindrucksvoll gezeigt, wozu diese Kräfte bereit und in der Lage sind, wenn es darum geht, die politische Kontrolle zu behalten. Daher halte ich eine grüne Kanzlerin für das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

Alle fortschrittlichen Kräfte, sollten sich über solche Vorgänge im klaren sein. Wir müssen verstehen, dass die Besetzung mächtiger Ämter oft hochgradig gesteuert von statten geht. Dieses Verständnis hilft uns dabei, die Handlungen der Gegenseite besser zu durchzuschauen und entsprechend früh und wirksam darauf zu reagieren.

Ausserdem zeigt es, dass wir unsere eigenen Strukturen benötigen. Über eine Reformation der bestehenden Machtstrukturen scheint ein grundlegender Wandel unmöglich. Das Wiederrum ist zwar ein langwieriger, aber unaufhaltsamer Prozess.

Uns zu organisieren und miteinander zu kommunizieren kann man uns zwar auf dem Papier verbieten, dieses Verbot aber nur schwer dauerhaft und flächendeckend umsetzen.

Die Erschaffung neuer Strukturen ist bereits im Gange und wird sich weiter fortsetzen. Die gerade entstehenden Strukturen werden unsere Gesellschaft zunehmend in eine neue Richtung führen. Ganz egal wer im Kanzleramt sitzt und wer nicht.

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