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Wie wahr ist die Geschichtsschreibung, die wir gelernt haben?

In wie weit dient sie dem Allgemeinwohl?

„Der Ablauf der Menschheitsgeschichte, wie er heute gelehrt wird, ist zum großen Teil Fiktion“, schreiben Gerd und Renate Reuther in ihrem aktuellen Artikel Der lange Schatten der Lüge.

Wenn du dein Verständnis der Geschichtsschreibung vertiefen und mit dem aktuellen Zeitgeschehen verknüpfen möchtest, könntest du das durch das Lesen von dem Artikel der Reuthers tun.

 

Geschichtsschreibung sollte dem Wohl aller dienen und nicht den Machtinteressen weniger.

Darum schlug der Philosoph Shrii P. R. Sarkar einen radikalen Wandel in der Geschichtsschreibung vor. In seinen Worten:

Geschichte wurde geschrieben und wird gelesen – sie wurde in der Vergangenheit geschrieben; sie wird in der Zukunft geschrieben werden. Aber ich schlage vor, dass es bei der Geschichtsschreibung einen radikalen Wandel geben sollte.

Die Geschichte, die bisher geschrieben wurde, ist eine Geschichte der Könige und Monarchen. Sie sollte gründlich überarbeitet und völlig neu geschrieben werden – neu geschrieben im Interesse der Menschheit und des allgemeinen Wohlergehens der menschlichen Gesellschaft.

Wenn die Chroniken der Geschichte lediglich beschreiben, wer wann den Thron bestiegen hat, wer die Nachbarländer oder das Königreich ausgeplündert hat und wer Minister geworden ist, sind sie von keinerlei Bedeutung und auch nicht von Interesse für die breite Masse. Wenn die Menschen vom Studium der Annalen der Geschichte profitieren sollen, müssen sie das Wohl und Wehe, die Hoffnungen und Bestrebungen der Massen widerspiegeln.

Die Annalen der menschlichen Geschichte sollten zeigen, welche Gemeinschaften in welchem Bereich des gesellschaftlichen Lebens und in welchem Teil der Welt welchen Fortschritt und Wohlstand gebracht haben – nur solche bedeutenden Ereignisse sind es wert, aufgezeichnet zu werden.

Die Geschichte sollte auch besondere Aufzeichnungen über die Prüfungen und Schwierigkeiten führen, mit denen die Menschen konfrontiert waren, wie diese Prüfungen und Schwierigkeiten überwunden wurden, wie die Menschen die zahlreichen Hindernisse in Angriff nahmen, um eine größere soziale Entwicklung zu erreichen, und so weiter. Nur eine solche Geschichte würde ich als die vollständige Geschichte oder vollständige Kulturgeschichte der Menschheit bezeichnen.

Die Geschichte des Menschengeschlechts sollte entsprechend den dem Menschen innewohnenden besonderen Eigenschaften geschrieben werden. Nur dann werden wir wissen, wie erfolgreich die Menschen der Vergangenheit bei der Entwicklung ihrer latent vorhandenen edlen Eigenschaften waren und wie weit sie heute fortgeschritten sind.

Eine Handvoll Menschen unter Millionen mag den Gipfel des Fortschritts erreichen und Tausenden von anderen als Inspiration dienen, aber das wird nicht der gesamten Menschheit zugute kommen. Wir müssen besonders ausdauernd sein, um sicherzustellen, dass die besonderen Eigenschaften, d.h. das angeborene Dharma, aller Menschen voll entwickelt werden. Manche Menschen mögen mit einer solchen Geschichtsschreibung unzufrieden sein, aber aus dieser Art von historischer Analyse werden die Menschen Inspiration gewinnen und große Kraft schöpfen, um voranzukommen.

 

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