Energie und Gott

Aus Sicht von Physikern ist Energie eine Erhaltungsgröße. Sie kann weder geschaffen noch zerstört werden.

Energie spielt überall dort eine Rolle, wo Veränderungen stattfinden. In diesem Sinne ist Energie untrennbar mit Bewegung verknüpft. Wir können Energie nie direkt Beobachten, sondern sind stets darauf angewiesen nach ihren Auswirkungen zu suchen.

Wenn sich etwas bewegt oder verändert, wie es etwa bei einem fahrenden Auto oder einer aufleuchtenden Glühbirne der Fall ist, wissen wir, dass Energie im Hintergrund ihr mysteriöses Spiel betreibt.

Energie ist eine Abstraktion, ein mentales Konzept. Sie entstammt der menschlichen Beobachtung, dass im Universum alles aufeinander wirkt und miteinander interagiert.

Nie geht etwas wirklich verloren. Alles bleibt bestehen in Form dessen, wie es etwas Anderes beeinflusst hat. Jede Veränderung trägt etwas unveränderliches mit sich. Diesen unveränderlichen Teil nennen wir Energie.

Energie existiert, doch sie ist etwas, das über das rein materielle hinausgeht und dennoch oft, eng damit verbunden ist – es aber nicht sein muss. In der Physik gibt uns das Konzept von Energie die Möglichkeit voraussagen zu treffen, wie viel potenzial zur Veränderung anderer Phänomene einem bestimmten Phänomen innewohnt.

Ein schnell fahrendes Auto besitzt mehr Energie und wird bei einem Zusammenstoß größeren Schaden beim Kollisionsobjekt hinterlassen als ein langsames Auto. Wie groß der Unterschied sein wird, können wir mithilfe einfacher Formeln abschätzen, indem wir die jeweilige Energie der Autos berechnen und den Unterschied vergleichen.

Energie ist ein Maß für potenzielle Veränderung. Als solches übersteigt sie den Bereich des rein physischen und erstreckt ihre metaphysische Existenz sogar über den Bereich des Mentalen bis in die spirituellen Ebenen hinein.

Innerhalb der mentalen Ebenen können wir das Wirken von Energie beobachten, indem wir uns selbst beobachten. Unsere Gedanken und Gefühle sind in ständiger Bewegung, sind miteinander verwoben und bauen aufeinander auf.

Gedanken oder ein bestimmtes Gefühl verblasse, doch es sie hinterlassen Eindrücke, die unsere Gedanken und Gefühle der Zukunft prägen. Wieder geht nichts verloren, alles wird unerlässlich zu etwas Anderem. Dieser Eigenschaft gestehen wir – aus gutem Grund – eine Existenz als eigenständige Entität zu.

Die Existenz dieser Entität, dieses Wesens, das den Namen Energie trägt und das die fundamentale Konstante hinter allen beobachteten Variablen symbolisiert, zeigt, dass alles fundamental miteinander zusammenhängt.

Alles kann auf Energie zurückgeführt werden, alles ist im Grunde ein und dasselbe, das sich in mannigfaltigen und ständig wandelnden Phänomenen präsentiert.

Damit gelangen wir zu dem, was Spiritualisten schon seit Jahrtausenden behaupten:

Alles ist eins.

Ob Energie, reines Bewusstsein oder Gott – wie man dieses Eine benennen möge ist nebensächlich. Entscheidend ist, dass sich die Ansichten der modernen, materialistischen Wissenschaft in diesem Punkt nicht von uralten, spirituellen Weisheiten unterscheiden, auch wenn viele denken, sie täten es.

Für die Frage aus der Überschrift dieses Artikels gilt also: Ja, mit ihrem Verständnis von Energie liefert die moderne Physik uns den Beweis für die Existenz Gottes.

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